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08.02.2010
58. Deutsche Meisterschaft 
04.-07.02.2010 in Bielefeld

Bericht und Fotos von Horst Rosenstock
Geschichten 'am Rande'

zu der Seite der DM

8 Medaillen für NRW Athleten
Drei Goldmedaillen, drei Silberne und zwei Bronzeplätze für unsere NRW Teilnehmer, hinzu noch 11 Viertelfinalteilnahmen, fürwahr eine stolze Bilanz, wie schon lange nicht mehr.

Da dürfen die Verantwortlichen in unserem Präsidium wohl zufrieden  auf diese Meisterschaft zurückblicken. Waren es vor allen Dingen die etablierten Sportler, welche für diesen Erfolg standen, so drängen doch eine Reihe von jungen Spielern nach vorne, eine sicher erfreuliche Entwicklung, auch in unserem Landesverband. Hier nun eine Bilanz zu den einzelnen Disziplinen.
 
Herreneinzel: Marc Zwiebler mit dem viertel Titel

Zum vierten Mal, davon dreimal in Folge kann der Bonner die Krone im Herren-Einzel holen, souverän marschiert Deutschlands bester Einzelspieler durchs Turnier und gewinnt alle Spiele deutlich in zwei Durchgängen, wobei er nie mehr als 15 Punkte pro Satz abgibt. Im Viertelfinale noch der siebenfache Deutsche Meister Björn Joppien (FC Langenfeld), er unterliegt etwas überraschend mit 22:24 im Entscheidungssatz, dem derzeit besten Jugendlichen Nikolaj Persson aus Trittau. Erfreulich die Platzierung von Alexander Roovers (1.BV Mülheim), er erreicht das Viertelfinale mit klaren Erfolgen, muss sich aber dann der Nr. 2, Dieter Domke  beugen.

Die Meister bei der Ehrung 
zum Sportler des Jahres:

Marc Ziebler (1.BC Beuel) und Juliane Schenk (SG EBT Berlin)
Dameneinzel: Karin Schnaase Vizemeisterin

Die Lüdinghausenerin rechtfertigt ihre Setzposition 2 mit deutlichen Erfolgen und zieht ins Finale ein, hier muss sie sich dann etwas unter Wert der Titelverteidigerin Juliane Schenk (Berlin) beugen. Erfreulich der Dritte Rang für Fabienne Deprez (FC Langenfeld), kein Satzverlust bis in Halbfinale, wo allerdings dann gegen Juliane Schenk das aus nicht zu vermeiden war, trotzdem toller Erfolg für die Jugendliche. Ebenfalls noch Jugendliche ist Lisa Heidenreich (1.BC Düren), welche bis ins Viertelfinale vordringen konnte, wo ebenfalls die Meisterin Endstation war.


Fabienne Deprez
Herrendoppel: Ingo Kindervater mit Silber dekoriert.

Der Bonner drang mit Partner Michael Fuchs (Bischmisheim) ohne Probleme bis ins Finale vor, hier jedoch erwiesen sich die an Nr.  2 gesetzten Kristof Hopp / Johannes Schöttler (Bischmisheim) als die stärkere Paarung. Gleich vier Paarungen mit NRW Beteiligung waren im Viertelfinale noch vertreten. Thorsten Hukriede / Mike Joppien (Wesel / Langenfeld) lieferten hier gegen Kindervater / Fuchs eine tolle Partie, ein Satzgewinn lag im Bereich des Möglichen. Weiter in dieser Runde Jan –Sören Schulz (Lüdinghausen) mit Partner Tim Dettmann (Berlin), Denis Nyenhuis (TV Refrath) mit Felix Schoppmann (SG Anspach) und Matthieu Pohl (1.BC Düren) mit Philip Welker (Bischmisheim), Letztere mussten allerdings ihr Viertelfinale wegen Verletzung kampflos abgeben.


Ingo Kindervater mit Michael Fuchs
Damendoppel: Titelverteidigung für Birgit Overzier / Sandra Marinello

Der wohl erwartete klare Erfolg für Deutschlands derzeit bestes Damen-Doppel aus Beuel und Düren. Sie marschierten ohne Probleme durchs Turnier und konnten ohne Satzverlust ihren Vorjahrserfolg wiederholen. Im Finale ließ man den Müttern und ehemaligen Spitzenspielerinnen Nicol Bittner (Pitro) / Karen Neumann (Stechmann) aus Rosenheim und Hamburg keine Chance und dominierte deutlich. Genau wie bei den Herren, vier Paarungen mit Spielern aus NRW Vereinen auch bei den Damen. Steffi Müller (Wesel) mit Claudia Vogelgsang (Friedrichshafen) unterlagen gegen Overzier / Marinello, Carina Mette (Lüdinghausen) mit Gitte Köhler (Hamburg) wie auch Carla Nelte (Refrath) mit Johanna Goliszewski (SG Anspach) waren jeweils im Entscheidungssatz unterlegen und Karin Schnaase (Lüdinghausen) mit Carola Bott (Bischmisheim) mussten leider ihr Viertelfinale wegen Verletzung kampflos abgeben.


Birgit Overzier / Sandra Marinello
Mixed: Erster Mixed Titel für Birgit Overzier mit Teamkamerad Ingo Kindervater

Fünfmal zuvor hatte Birgit Overzier bereits im Finale des Gemischten Doppels gestanden und war immer als Verliererin vom Platz gegangen, diesmal war es dann soweit der sechste Anlauf klappte, ohne Satzverlust und nie mehr als 15 Punkte für die Gegner brachten den ersehnten Erfolg, der Ingo hatte es ihr aber auch versprochen. Im Finale diesmal Doppelpartnerin Sandra Marinello mit Johannes Schöttler (Bischmisheim) die sich auch über Silber freuen konnten. Mike Joppien / Fabienne Deprez freuten sich über die nicht erwartete Bronze Medaille, als Ungesetzte drangen sie in Halbfinale vor, somit das zweite Edelmetall für Fabienne. Im Viertelfinale auch die Westdeutschen Meister Hendrik Westermeyer / Laura Ufermann, welche den Erfolg für unsere Gemischten Doppel abrundeten.


Birgit Overzier / Ingo Kindervater

Sandra Marinello / Johannes Schöttler 


Mike Joppien / Fabienne Deprez


 

Altmeister: Manfred Fulle (links) und Gerd Kucki

Altmeister wieder vor Ort
Schon zur Tradition geworden ist es, dass der DBV verdiente ehemalige Meister zur Deutschen  Meisterschaft einlädt, welche dann die Siegerehrungen begleiten.

In diesem Jahr waren der Einladung gefolgt, der Deutsche Meister im Herren Doppel von 1965, Manfred Fulle aus Wiesbaden und Gerd Kucki aus Mülheim/Ruhr, der sechsfache Deutsche Meister und vielfache Mannschaftsmeister mit seinem Verein dem 1.BV Mülheim. 

Sie begleiteten diesmal die Siegerehrungen im Gemischten Doppel, im Herren- Einzel und Herren-Doppel


Foto zur Ehrung (Markus Keck Pokal) für Birgit Overzier 
(Foto: Claudia Pauli)
Markus-Keck-Gedächtnispokal an Birgit Overzier
Für den am 26. August 1996, im Alter von 29 Jahren verstorbenen Nationalspieler, stiftete seine Familie einen Gedächtnispokal, welcher seit 2007 vom DBV weiter geführt wird. 
Durch die Verleihung soll nicht nur die sportliche Leistung sondern auch das menschliche Auftreten des jeweiligen Athleten gewürdigt werden. Mit dem Pokal ist auch eine kleine Geldprämie verbunden die dem Ausgezeichneten zu Gute kommt. In diesem Jahr fand das Auswahlgremium mit Birgit Overzier wieder  eine würdige Vertreterin unserer Sportart, welche durch vorbildliches Auftreten unseren Sport  jederzeit im In-und Ausland vorbildlich vertritt. Zudem ist die nun inzwischen vierfache Deutsche Meisterin auch auf dem Spielfeld äußert erfolgreich, Internationale Titel in Belgien, Norwegen und Spanien sowie inzwischen 43 Länderspiele sprechen hier für sich. Herzlichen Glückwunsch Birgit zur wohlverdienten Auszeichnung 

Juliane Schenk schreibt Autogramme 
am Stand von NRW-Präsident Ulrich Schaaf
Herbert Schröder 90 Jahre
Am Rande der DM wurde auch bekannt, dass der ehemalige DBV Jugendwart am 8. Januar seinen neunzigsten Geburtstag feiern konnte. 
Herbert Schröder führte den DBV Jugendausschuss von 1964 – 1973 als Vorsitzender. Von 1954 – 1957 war er schon als Beisitzer im Verbandsgericht für den DBV aktiv. Am 30. April 1966 verlieh ihm der DBV die Ehrenadel für besondere Verdienste um den Badmintonsport. Zum Ehrentag herzlichen Glückwunsch und alles Gute.
Horst Rosenstock