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kompletten Turnierergebnissen
(Excel)
Deutsche Medaillengewinner
Gold
O35 DD Christine Skropke
/ Vlada Chernjawskaja (SC Bayer Uerdingen / BLR )
O35 GD Holger Wippich /
Christine Skropke (Robur Zittau / SC Bayer Uerdingen)
O40 GD Thomas Herttich /
Uschi Herttrich ( TSV Lauf)
O45 DE Heidi Bender (PSV
Bremen)
O45 DD Heidi Bender / Christine
Black (PSV Bremen /SCO)
O60 GD Hans Schumacher /
Renate Gabriel (PSV Bremen)
Silber
O35 DE Christine Skropke
(SC Bayer Uerdingen)
O45 GD Andreas Benz / Heidi
Bender (BV Radebeul / PSV Bremen)
O60 GD Peter Gerth / Renate
Knötzsch (TSV Spandau / SC Ellerau)
Bronze
O40 DE Uschi Herttrich (TSV
Spandau)
O45 DE Marion Zadworny (
TSV Speyer)
O60 HE Heiner Hanrath (
KTSV Preußen Krefeld)
O60 HE Peter Gerth (TSV
Spandau)
O60 HD Hans Schumacher /
Peter Gerth ( PSV Bremen / TSV Spandau)
Bericht
aus NRW-Sicht
von Horst Rosenstock
2 Mal Gold und 1 Mal Silber für
Christine Skropke
3. Platz für Heiner Hanrath

Christine Skropke
Heiner Hanrath
Großer Erfolg für
die NRW Badminton Veteranen bei den 2. Weltmeisterschaften in Kuala
Lumpur. In der Klasse O35 gelingt es der ehemaligen Nationalspielerin
Christine Skropke vom SC Bayer Uerdingen zwei Goldmedaillen und 1 Silbermedaille
zu gewinnen. Sie siegt im Gemischten Doppel mit ihrem Partner Holger Wippich
(Robur Zittau) und im Damen Doppel mit Vlada Chernjawskaja (Weißrussland
/ TSV Neuhausen – Nymphenburg). Im Einzel unterliegt sie ihrer Doppelpartnerin
erst im Finale. In der Klasse O60 belegt der Deutsche Vizemeister
im Herren Einzel, Heiner Hanrath vom KTSV Preußen Krefeld einen ausgezeichneten
3. Platz.
Alle Finale
HE
O35 Pontus Jantti
FIN - Sanjay Mishra IND 15-6 15-4
O40 Ram Lakhan IND
- Slantchezar Hristov BUL 15-0 15-0
O45 Dan Travers SCO
- Vladimir Koloskov RUS 15-9 15-9
O50 Claus B. Andersen
DEN - Tomoji Matsui JPN 15-5 15-4
O55 John Kirkebye
DEN - Per Dabelsteen DEN 15-11 1-15 15-4
O60 Kim Swee Leong
MAS - Akira Hirota JPN 17-14 17-16
DE
O35 Vlada Cherniavskaya
BLR - Christine Skropke GER 11-1 11-0
O40 Juthatip Apiwattanawong
THA - Manjusha Sahasrabudde IND 11-3 8-11 13-11
O45 Heidi Bender
GER - Christine Black SCO 11-0 11-6
O50 Lis Rathsach DEN
- Yoshie Yamamura JPN 11-4 11-0
O55 Sumiko Kaneko
JPN - Ewa Carlander SWE 11-6 11-8
O60 zusammen mit O55
HD
O35 Krishna S Kumar
& George Thomas IND - Rajeev Sharma & Kulvinder Pal Singh IND
15-4 15-6
O40 Amod Tilak &
Milind Ghate IND - Susumu Fujita & Norihiko Kawamura JPN 15-8
15-6
O45 Leon Douglas &
Dan Travers SCO - Arun Poovaiah & Shyam Pardeshi IND 15-8
15-5
O50 Peter Emptage
ENG & Claus B. Andersen DEN - Benny Petersen & Peter Mikkelsen
DEN 15-5 15-4
O55 John Kirkebye
& Soren Haldager DEN - Hung Hong Lee & Thian Poh Lee MAS
15-11 15-2
O60 Kon Kong Ching
& Kim Swee Leong MAS - John Tie Fah Ho & Kheng Leong Koh MAS
15-2 6-15 17-14
DD
O35 Christine Skropke
GER & Vlada Cherniavskaya BLR - Gitte Kruse & Nina Andersen
DEN 15-4 15-5
O40 Khanittha Maensamut
& Nudee Pongkhan THA - Isaree Kiatpitak & Wipawan Payungpol THA
3-15 15-9 15-3
O45 Christine Black
SCO & Heidi Bender GER - Mieko Miyazaki & Toshiko Sato JPN
11-15 15-7 15-7
O50 Lis Rathsach &
Inge Odum DEN - Kiyoko Furuhashi & Keiko Oda JPN 15-13
15-10
O55 Yuriko Okemoto
& Sumiko Kaneko JPN - Ewa Carlander & Irene Sterlie SWE 15-4
15-13
O60 zusammen mit O55
GD
O35 Holger Wippich
& Christine Skropke GER - Beng Teong Ong & Chan Fong Kok MAS
15-12 15-5
O40 Thomas Herttrich
& Uschi Herttrich GER - Kazuhisa Jindai & Hiroko Yuyama JPN
15-6 15-1
O45 Dan Travers &
Christine Black SCO - Andreas Benz & Heidi Bender GER
15-12 15-17 15-8
O50 Jeppe Jepsen &
Lis Rathsach DEN - Peter Emptage & Pamela Dallow ENG 15-13
12-15 15-12
O55 Toshihiko Yamamoto
& Yuriko Okemoto JPN - Soren Haldager & Ewa Carlander SWE
15-12 10-15 15-9
O60 Hans Schumacher
& Renate Gabriel GER - Peter Gerth & Renate Knötzsch GER
15-12 15-7
Deutsches
Team zweitbeste Nation in Malaysia
6 Gold-, 3 Silber- und
5 Bronzemedaillen
Das Deutsche Altersklassenteam
wurde bei den diesjährigen Weltmeisterschaften nach Dänemark
zweitstärkste Nation. Die Mannschaft um Delegationsleiter Rolf Bender
konnte mit 6 Gold-, 3 Silber- und 5 Bronzemedaillen besonders zufrieden
nach Europa zurückkehren.
Zum zweiten Mal hat der Badminton
Weltverband die offiziellen World Senior Championships durchgeführt.
Nach Sofia als Austragungsort in 2003 wurde die asiatische Metropole Kuala
Lumpur mit der Ausrichtung dieser Meisterschaften in der Zeit vom 29.11.
bis 05.12.04 betraut. Insgesamt waren über 300 Athleten aus rund 25
Nationen am Start. Besonders stark angetreten waren die Spielerinnen und
Spieler aus Japan sowie Indien. Insbesondere in der Klasse 55+ blieb fast
kein Titel ohne japanische Beteiligung. Altersklassenturniere im Badminton
haben im Land der aufgehenden Sonne eine unglaubliche Popularität,
so sind reine Damenturniere mit weit über 1000 Teilnehmerinnen keine
Seltenheit.
In Kuala Lumpur kamen die
Athleten in den Genuss, das Turnier im neuen Badminton Stadium KL spielen
zu können unter fast idealen Bedingungen wie Matten auf Parkettboden
und Klimaanlage. Diese Bedingungen kamen insbesondere den europäischen
Nationen sehr zum Vorteil, denn für die meisten war es der erste sportliche
Auftritt im subtropischen Asien.
Gruppe 35+ - Deutsche
Überraschung im Mixed
In der jüngsten Altersgruppe
dieses Turniers ging das deutsche Team mit den Herren Ralf Preuss und Horst
Schreiber (beide PSV Bremen) sowie dem 2.Liga-Spieler Holger Wippich (Robur
Zittau) und der ehemaligen Nationalspielerin Christine Skropke (SC Bayer
Uerdingen) an den Start. Für Preuss und Schreiber war dies der erste
internationale Auftritt, um so bemerkenswerter sind die Leistungen der
beiden zu bewerten. Ralf konnte seine Herren-Einzel-Gruppe gewinnen gegen
Richard Murray (Schottland) und Nyen Yow Song (Malaysia) und sich somit
für das Viertelfinale qualifizieren. Horst musste den Gruppensieg
und damit eine Viertelfinalteil-nahme leider im ersten Spiel vergeben gegen
den Japaner Shinya Aoki, denn im zweiten Spiel konnte er den Malayen Boon
Peng Sim in drei Sätzen in Schach halten. Holger Wippich konnte seine
Gruppe gegen Spieler aus Indien und dem Iran deutlich für sich entscheiden
und sich somit ebenfalls für das Viertelfinale qualifizieren. Für
Ralf war hier dann Endstation, denn George Thomas aus Indien ließ
ihm nur 3 und 8 Punkte. Holger hatte das Pech, bereit unter den letzten
8 gegen den späteren Turniersieger und bekannten Finnen der 90er Jahre
Pontus Jäntii antreten zu müssen. Konnte er doch die meisten
Punkte im gesamten Turnier gegen Pontus erspielen (17:14, 15:1), tröstete
dies nur gering über das Aus in dieser Runde.
Im Herren-Doppel konnten
die WM-Debütanten Preuss/Schreiber ihre Gruppe gegen Indien und Zambia
klar gewinnen, mussten im Viertelfinale aber den Routiniers aus Malaysia
den Vortritt lassen zum Einzug ins Halbfinale.
Entschädigt wurde Holger
Wippich, der auch im Herren-Doppel gesetzt an Platz 3 mit seinem schwedischen
Partner Gustafsson vorzeitig ausschied, dann aber durch die sehr konstante
und souveräne Leistung im Mixed gemeinsam mit seiner Düsseldorfer
Partnerin Christine Skropke. Als schwerste Gruppe konnten die beiden ihre
Spiele gegen die Paarungen aus Indien, Dänemark sowie Belarus/England
mit viel Ruhe und taktischem Vermögen für sich entscheiden. Im
Finale stand ihnen dann der ehemalige Thomas-Cup-Spieler Beng Teong Ong
aus Malaysia mit seiner Partnerin Chan Fong Kok gegenüber. Mit fehlerfreiem
Spiel und viel Spielübersicht konnten die beiden deutschen den Überraschungssieg
mit 15:12 und 15:5 im Mixed mit der Goldmedaille krönen.
Für Christine Skropke,
die bereits in früheren Jahren in Asien aktiv war, war Kuala Lumpur
eine überaus erfolgreiche Revival-Tour. Im Damen-Einzel ließ
sie in Ihrer Gruppe keine Fragen aufkommen und siegte souverän gegen
Nina Andersen aus Dänemark sowie Sangeeta Rajogopalan aus Indien.
Erst im Endspiel musste sie sich dann ihrer Doppelpartnerin und Titelverteidigerin
Vlada Cherniavskaya deutlich geschlagen geben.
Das Damendoppel sollte im
kleinen Teilnehmerfeld der 35+ eine sehr einseitige Angelegenheit werden.
Christine und Vlada ließen sich in keinem Spiel das Zepter aus der
Hand nehmen. Die beiden Grand-Dames der 80er/90er Jahre spielten ihre Erfahrung
und spielerischen Varianten überdeutlich aus und siegten im Endspiel
gegen die dänische Paarung Andersen/Kruse mit 15:3 und 15:5. Mit zwei
Goldmedaillen und einem Vize-Weltmeistertitel konnte Christine ein starkes
„Comeback“ nach 8 Jahren in den Turnierzirkus präsentieren.
Gruppe 40+ - Gold für
das Herttrich-Paar
Die Dameneinzelkonkurrenz
dieser Altersgruppe wurde bei insgesamt nur fünf Meldungen im „Jeder-gegen-Jeden“–Modus
ausgetragen. Uschi Herttrich vom TSV Lauf (LV Bayern) konnte sich in der
Auftaktbegegnung gegen die Bulgarin Aneta Yaneva mühelos mit 11:2
/ 11:0 durchsetzen. Gegen die Inderin Manjusha Sahasrabudde zeigte die
Deutsche eine kampfbetonte von langen Ballwechseln geprägte Partie.
Am Ende fehlte beim 10:13 / 11:2 / 6:11 ein-fach das berühmte Quäntchen
Glück. Vorentscheidend sollte das nächste Spiel gegen Juthatip
Apiwattanawong aus Thailand sein, denn nur die 1. und 2. platzierte der
Gruppe qualifizierten sich jeweils für das Finale. Nach einem wahren
3-Satz-Krimi hatte die Asiatin mit 8:11/ 11:7 / 11:7 das bessere Ende für
sich. Das letzte Match gegen die Amerikanerin Ursela Gee ging kampflos
an die Deutsche. Am Ende bedeutete dies für Uschi Platz 3 und den
Gewinn der Bronze-Medaille sowie die Genugtuung, den beiden Finalistinnen
jeweils einen großen Kampf geliefert zu haben.
Im Damendoppel gingen Marion
Zadworny (TSV Speyer) und Uschi Herttrich an den Start. Erster Gegner in
der Gruppe 3 waren die Thailänderinnen Isaree Kiatpitah und Wipawan
Payungpol. Der deutschen Kombination gelang es nicht, ins Spiel zu kommen
und die Dominanz der Asiatinnen zu durchbrechen. Mit 5:15 / 3:15 fiel die
Niederlage deutlich aus. Die zweite Gruppenbegegnung entschieden Marion
und Uschi gegen Laili Hazimah Mohd Ali und Noorlin Zahry aus Malaysia mit
15:3 / 15:3 eindeutig für sich. Platz 2 in der Gruppe reichte jedoch
nicht für ein Weiterkommen in die Schlussrunden.
Uschi und Thomas Herttrich
(beide TSV Lauf) waren die einzige deutsche Mixed-Paarung in dieser Klasse
in Kuala Lumpur. In der Gruppe mussten sie sich mit einer griechischen
und einer indischen Kombination auseinandersetzen. Nachdem die Griechen
nach der Niederlage gegen die Inder bereits vorzeitig abgereist waren,
hatte die Begegnung gegen Vivek Saraf und Manjusha Sahasrabudde Halbfinalcharakter.
Uschi und Thomas zeigten beim 15:5 / 15:4 eine konzentrierte Leistung und
zogen verdientermaßen in das WM-Endspiel ein. Dort trafen sie am
Finaltag auf die Japaner Kazuhisa Jindai und Hiroko Yuyama, die in ihrer
Gruppe bereits die Dänisch-Englische Paarung Carlsson/Baker ausschalten
konnten. Nach anfänglicher Nervosität kam das Ehepaar Herttrich
immer besser ins Spiel und setzte auch im 2.Satz das konsequente Angriffsspiel
fort. Nach 31 Spielminuten hieß es 15:7 / 15:6 für die Deutschen
und Uschi und Thomas freuten sich riesig über das unerwartete WM-Gold.
Gruppe 45+ - Heidi Bender
in 3 Finals – Einzeltitel erfolgreich verteidigt
Diese Altersklasse wurde
von den schottischen und deutschen Spielern klar beherrscht: in den fünf
Disziplinen siegte entweder eine deutsche Spielerin oder ein Schotte oder
eben SpielerInnen aus beiden Nationen zusammen.
Im Dameneinzel gab die ehemalige
Nationalspielerin Heidi Bender aus Düsseldorf (Verein PSV Bremen)
in den vier Vorrundenspielen in ihrer Gruppe insgesamt nur 8 Punkte ab
und besiegte im Finale wie im letzten Jahr in Sofia bei den Weltmeisterschaften
ihre schottische Freundin und Doppelpartnerin Christine Black mit 11:0
und 11:6. Im Damendoppel rangen Heidi und Christine Black in einem fast
70minütigen hart umkämpften Finale die sprung- und laufstarken
Japanerinnen Toshiko Sato / Mieko Miyazaki mit 11:15 / 15:7 / 15:7
nieder, nachdem die Vorrunden ohne Satzverlust überstanden wurden.
Im Mixed erreichte Heidi mit ihrem Partner Andreas Benz aus Chemnitz erstmals
in einem großen Turnier das Finale nach einem 3-Satz-Sieg im Halbfinale
über die Japaner Hisao Ochiai und Toshiko Sato. Im Endspiel mußten
sie sich dann allerdings den Weltmeistern von 2003, Dan Travers/Christine
Black (Schottland) nach 1 Std. 10 Min. mit 12:15, 17:15 und 8:15 beugen.
Im Herrendoppel konnte Andreas
Benz gemeinsam mit seinem Partner Thomas Herttrich die guten Leistungen
der im September stattgefundenen Europameisterschaften nicht wiederholen;
das Aus kam bereits in der Vorrunde gegen die späteren Finalisten
aus Indien Arun Poovaiah / Shyam Pardeshi mit 15:9 und 15:11.
Die nachgemeldete Marion
Zadworny überraschte im Damen-Einzel mit einer Bronzemedaille, wobei
sie erst im Spiel gegen die spätere Vizeweltmeisterin Christine Black
im dritten Satz mit 13:11 das Nachsehen hatte.
Im Herren-Einzel versuchte
Andreas Benz sein Bestes, doch es gelang ihm nicht, sich für die 2.
Runde weiter zu qualifizieren. Der Malaye Ibrahim Abduhl Rahman war für
ihn eine Nummer zu gross. Thomas Herttrich dagegen konnte sich bis ins
Viertelfinale durchsetzen, wo er sich dem Dänen Per Juul Ulrich mit
15:5 und 15:2 geschlagen geben musste.
Gruppe 50+ - Alle Titel
an dänisches Ehepaar Andersen / Rathsach
Die Altersgruppe 50+ fand
ohne deutsche Beteiligung statt. Alle Disziplinen dieser Gruppe wurden
vom dänischen Ehepaar Claus B. Andersen und Lis Rathsach souverän
dominiert.
Gruppe 55+ - Renate Knötzsch
gewinnt Bronzemedaille bei den Damen
Renate Knötsch (SC
Ellerau) gewann die Bronzemedaille im Einzel der Altersklasse 55+. Eine
hervorragende Leistung, zumal Renate eine Altersklasse tiefer antrat, da
in ihrer Altersklasse, den Damen 60+, im Einzel kein Titel ausgespielt
wurde. Auch Re-nate Gabriel spielte im Einzel eine Altersklasse tiefer
und erreichte den fünften Platz.
Bei den Herren hatten 17
Teilnehmer im Einzel gemeldet. Dem starken asiatischen Block standen die
Europäer aus Dänemark und Deutschland gegenüber. Die deutschen
Farben vertraten Horst Klos (SC Ellerau), Dieter Eichhorn (1. BSC Bottrop)
und Michael Möbius (BSpfr Neusatz). Es entwickelte sich vom ersten
Spiel an interessante, spannende Begegnungen und es wurde um jeden Ball
gekämpft. Dabei sah man so manches Kabinettstückchen und die
„alten
Herren“ zeigten, dass sie immer noch Badminton spielen können. Als
jeweilige Gruppenzweite verpassten die drei nur knapp den Einzug in das
Semifinale und damit den Sprung auf das Treppchen. Angesichts des noch
hohen spielerischen Niveaus war man mit den Plätzen 5-8 sehr zufrieden.
Den Titel machten die Dänen unter sich aus, John Kirkebye gewann gegen
seinen Landsmann Per Dabelsteen. Im Doppel waren zwei Paarungen am Start.
Horst Klos und Dieter Eichhorn, sowie Heiner Hanrath, aus 60+, und Michael
Möbius spielten zusammen. Aber wie bereits im Einzel konnte keines
der deutschen Paare die Semifinals erreichen. Mit jeweils einen Sieg und
einer Niederlage wurde der Einzug knapp verpasst. Auch hier stellten die
Dänen den Titelträger.
Durch die Renates Bronzemedaille
war das deutsche Team auch in der Altersklasse 55+ auf dem „Treppchen“
vertreten.
Gruppe 60+ - Mixed-Finale
fest in deutscher Hand
Bei den „alten Leuten“ 60+
traten die Herren Heiner Hanrath (KTSV Preussen Kre-feld), Peter
Gerth (TSV Spandau Berlin 1860) und Hans Schumacher (1. BBC Bre-men) sowie
die Damen Renate Gabriel (PSV Bremen) und Renate Knötzsch (SC Ellerau)
an. Die deutschen Damen mussten jedoch aufgrund zu geringer Meldungen in
60+ in der unteren Gruppe der Damen 55+ antreten.
Im Herren-Einzel wurde in
insgesamt vier Gruppen gespielt. Der deutsche Titelver-teidiger aus 2003,
Hans Schumacher, musste aber bereits im ersten Spiel feststellen, dass
Badminton mit einem Bein doch ein schwieriges Unterfangen wird. Die Nach-wehen
der Meniskus-Operation waren noch nicht ganz ausgeheilt, so dass deutlich
wurde, dass eine Titelverteidigung nicht möglich ist. Peter Gerth
dagegen konnte sich in seiner Gruppe gegen die Herren-Einzel aus Indien,
Bulgarien und Australien klar durchsetzen. Ebenso gelang dies dem deutschen
WM-Debütanten Heiner Hanrath nach spannenden Gefechten gegen die Herren-Einzel-Vertretungen
aus Dänemark, Indien und Malaysia. Das somit erreichte Halbfinale
für Gerth und Hanrath stellte sich aber dann als unlösbare Aufgabe
dar. Peter Gerth musste einer noch nicht ganz aus-kurierten Knieverletzung
nachgeben und unterlag in der Vorschlussrunde dem Japaner Akira Hirota.
Heiner hatte die Ehre, gegen den ehemaligen All England Sieger Leong aus
Malaysia zu spielen, der nicht aufgrund der besseren Kondition, sondern
nur aufgrund seiner Cleverness Heiner in die Schranken weisen konnte. Diese
Niederlage beschäftigte Heiner selbst noch beim späteren Mannschaftsessen
so sehr, dass er beschloss, von nun an intensiv an seiner Technik und Taktik
als schließlich Jüngster dieser Gruppe zu feilen.
Das Mixed war eine kleine
Konkurrenz von 3 Paarungen. Gegen das German Power der beiden deutschen
Paarungen Gerth/Knötzsch und Schumacher/Gabriel hatte das Mixed
aus Macao nichts gegen zu setzen. Das rein deutsche Endspiel konnte – eher
als Not gegen Elend bezeichnet (aufgrund der doch recht stark verletzten
Herren) – durch Hans und Renate gewonnen werden. Für Hans Schumacher
somit eine kleine Entschädigung für die entgangene Titelverteidigung
im Herren-Einzel.
Beim Herren-Doppel konnten
die deutschen Vertreter Gerth/Schumacher noch einen Sieg gegen Australien
verbuchen, doch die Doppel-Spezialisten aus Malaysia waren eine Nummer
zu groß und beendeten für unser Doppel nach einem umkämpften
3-Satz-Match dieses Turnier.
Starkes Branding für
die World Senior Championships
Der Weltverband hatte im
Rahmen dieser WM alle Vertreter der Nationen zu einem Erfahrungsaustausch
bzgl. Altersklassenturniere eingeladen. Die WM soll in Zukunft (ab 2006)
in einem jährlichen Rhythmus immer im Juli stattfinden und mit Unterstützung
der IBF zu einem etablierten und hochkarätigen Turnier entwickelt
werden. Alle Nationen haben ihre Unterstützung zugesagt. So wurde
bereits Interesse verkündet, die WM in 2006 nach Deutschland zu geben,
wenn es einen attraktiven Standort sowie einen Ausrichter geben wird. USA/Kanada
möchten die Gastgeberrolle in 2007 übernehmen, sowie erste Gespräche
mit Japan bzw. Mauritius laufen für 2008. Alle unterstützen aber
insbesondere den familiären und geselligen Charakter dieses Events
und hoffen, bald auch mehr große Namen zu sehen wie Pernille Nedergaard,
Dorte Kjaer (beide wurde bereits von Dänemark angekündigt) oder
Jesper Helledie und Steen Fladberg wie bereits in 2003.
Teilnehmer des Deutschen
Teams:
35+
Christine Skropke
SC Bayer Uerdingen
Holger Wippich Robur
Zittau
Ralf Preuss
PSV Bremen
Horst Schreiber PSV
Bremen
40+
Uschi Herttrich TSV
Lauf
45+
Heidi Bender
PSV Bremen
Marion Zadworny TSV
Speyer
Andreas Benz
BV Radebeuel
Thomas Herttrich TSV
Lauf
55+
Dieter Eichhorn 1.
BSC Bottrop
Horst Klos SC
Ellerau
Michael Möbius
BSpfr Neusatz
60+
Renate Gabriel PSV
Bremen
Renate Knötzsch
SC Ellerau
Hans Schumacher 1.
BBC Bremen
Peter Gerth
TSV Spandau Berlin
Heiner Hanrath KTSV
Preussen Krefeld
Die ersten Fotos
Halle in Kuala Lumpur (außen)
Halle in Kuala Lumpur (innen)
Zwischenstopp in Dubai (Delegationsleiter
Rolf Bender, Heiner Hanrath)
Das Team, links DBV-Präsident
Prof. Kespohl
Gute Stimmung
GD 35- Holger Wippich &
Christine Skropke GER
DD 35+ Christine Skropke
GER & Vlada Cherniavskaya BLR
HE 60+ Heiner Hanrath
DE 45+ Heidi Bender
DE 45+ Heidi Bender / Christine
Black
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