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des BLV-NRW
29.12.2004
2. World Senior Championships  2004
in Kuala Lumpur (Malaysia) vom 29.11.-05.12.2004

Stadium:  Kuala Lumpur Badminton Stadium
Address:  Batu 3 1/2, Jalan Cheras, 56000 Kuala Lumpur
Tel: ++603 9284 9576 / 9284 5421
Fax: ++603 9282 3850

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kompletten Turnierergebnissen (Excel)

Deutsche Medaillengewinner
Gold
O35 DD Christine Skropke / Vlada Chernjawskaja (SC Bayer Uerdingen / BLR ) 
O35 GD Holger Wippich / Christine Skropke (Robur Zittau / SC Bayer Uerdingen)
O40 GD Thomas Herttich / Uschi Herttrich ( TSV Lauf)
O45 DE Heidi Bender (PSV Bremen)
O45 DD Heidi Bender / Christine Black (PSV Bremen /SCO)
O60 GD Hans Schumacher / Renate Gabriel (PSV Bremen)

Silber
O35 DE Christine Skropke (SC Bayer Uerdingen)
O45 GD Andreas Benz / Heidi Bender (BV Radebeul / PSV Bremen)
O60 GD Peter Gerth / Renate Knötzsch (TSV Spandau / SC Ellerau)

Bronze
O40 DE Uschi Herttrich (TSV Spandau)
O45 DE Marion Zadworny ( TSV Speyer)
O60 HE Heiner Hanrath ( KTSV Preußen Krefeld)
O60 HE Peter Gerth (TSV Spandau)
O60 HD Hans Schumacher / Peter Gerth ( PSV Bremen / TSV Spandau)


Bericht aus NRW-Sicht
von Horst Rosenstock

2 Mal Gold und 1 Mal Silber für Christine Skropke 
3. Platz für Heiner Hanrath

Christine Skropke                   Heiner Hanrath
Großer Erfolg für die NRW Badminton Veteranen bei den 2. Weltmeisterschaften in  Kuala Lumpur. In der Klasse O35 gelingt es der ehemaligen Nationalspielerin  Christine Skropke vom SC Bayer Uerdingen zwei Goldmedaillen und 1 Silbermedaille zu gewinnen. Sie siegt im Gemischten Doppel mit ihrem Partner Holger Wippich (Robur Zittau) und im Damen Doppel mit Vlada Chernjawskaja (Weißrussland / TSV Neuhausen – Nymphenburg). Im Einzel unterliegt sie ihrer Doppelpartnerin erst im Finale.  In der Klasse O60 belegt der Deutsche Vizemeister im Herren Einzel, Heiner Hanrath vom KTSV Preußen Krefeld einen ausgezeichneten 3. Platz.



Alle Finale

HE
O35  Pontus Jantti FIN - Sanjay Mishra IND  15-6  15-4
O40  Ram Lakhan IND - Slantchezar Hristov BUL  15-0  15-0
O45  Dan Travers SCO - Vladimir Koloskov RUS  15-9  15-9
O50  Claus B. Andersen DEN - Tomoji Matsui JPN  15-5  15-4
O55  John Kirkebye DEN - Per Dabelsteen DEN  15-11  1-15  15-4 
O60  Kim Swee Leong MAS - Akira Hirota JPN  17-14  17-16

DE
O35  Vlada Cherniavskaya BLR - Christine Skropke GER  11-1 11-0
O40  Juthatip Apiwattanawong THA - Manjusha Sahasrabudde IND  11-3  8-11 13-11 
O45  Heidi Bender GER - Christine Black SCO  11-0  11-6
O50  Lis Rathsach DEN - Yoshie Yamamura JPN  11-4  11-0
O55  Sumiko Kaneko JPN - Ewa Carlander SWE  11-6  11-8
O60  zusammen mit O55

HD
O35  Krishna S Kumar & George Thomas IND - Rajeev Sharma & Kulvinder Pal Singh IND  15-4  15-6
O40  Amod Tilak & Milind Ghate IND - Susumu Fujita & Norihiko Kawamura JPN  15-8  15-6
O45  Leon Douglas & Dan Travers SCO - Arun Poovaiah & Shyam Pardeshi IND  15-8  15-5
O50  Peter Emptage ENG & Claus B. Andersen DEN - Benny Petersen & Peter Mikkelsen DEN  15-5  15-4
O55  John Kirkebye & Soren Haldager DEN - Hung Hong Lee & Thian Poh Lee MAS  15-11  15-2
O60  Kon Kong Ching & Kim Swee Leong MAS - John Tie Fah Ho & Kheng Leong Koh MAS  15-2  6-15  17-14 

DD
O35  Christine Skropke GER & Vlada Cherniavskaya BLR - Gitte Kruse & Nina Andersen DEN 15-4  15-5
O40  Khanittha Maensamut & Nudee Pongkhan THA - Isaree Kiatpitak & Wipawan Payungpol THA  3-15  15-9  15-3 
O45  Christine Black SCO & Heidi Bender GER - Mieko Miyazaki & Toshiko Sato JPN  11-15  15-7  15-7
O50  Lis Rathsach & Inge Odum DEN - Kiyoko Furuhashi & Keiko Oda JPN  15-13  15-10
O55  Yuriko Okemoto & Sumiko Kaneko JPN - Ewa Carlander & Irene Sterlie SWE  15-4  15-13
O60  zusammen mit O55

GD
O35  Holger Wippich & Christine Skropke GER - Beng Teong Ong & Chan Fong Kok MAS  15-12  15-5
O40  Thomas Herttrich & Uschi Herttrich GER - Kazuhisa Jindai & Hiroko Yuyama JPN  15-6  15-1
O45  Dan Travers & Christine Black SCO - Andreas Benz & Heidi Bender GER  15-12  15-17  15-8 
O50  Jeppe Jepsen & Lis Rathsach DEN - Peter Emptage & Pamela Dallow ENG  15-13  12-15  15-12 
O55  Toshihiko Yamamoto & Yuriko Okemoto JPN - Soren Haldager & Ewa Carlander SWE  15-12  10-15  15-9 
O60  Hans Schumacher & Renate Gabriel GER - Peter Gerth & Renate Knötzsch GER  15-12  15-7



Deutsches Team zweitbeste Nation in Malaysia
6 Gold-, 3 Silber- und 5 Bronzemedaillen 
Das Deutsche Altersklassenteam wurde bei den diesjährigen Weltmeisterschaften nach Dänemark zweitstärkste Nation. Die Mannschaft um Delegationsleiter Rolf Bender konnte mit 6 Gold-, 3 Silber- und 5 Bronzemedaillen besonders zufrieden nach Europa zurückkehren.

Zum zweiten Mal hat der Badminton Weltverband die offiziellen World Senior Championships durchgeführt. Nach Sofia als Austragungsort in 2003 wurde die asiatische Metropole Kuala Lumpur mit der Ausrichtung dieser Meisterschaften in der Zeit vom 29.11. bis 05.12.04 betraut. Insgesamt waren über 300 Athleten aus rund 25 Nationen am Start. Besonders stark angetreten waren die Spielerinnen und Spieler aus Japan sowie Indien. Insbesondere in der Klasse 55+ blieb fast kein Titel ohne japanische Beteiligung. Altersklassenturniere im Badminton haben im Land der aufgehenden Sonne eine unglaubliche Popularität, so sind reine Damenturniere mit weit über 1000 Teilnehmerinnen keine Seltenheit. 

In Kuala Lumpur kamen die Athleten in den Genuss, das Turnier im neuen Badminton Stadium KL spielen zu können unter fast idealen Bedingungen wie Matten auf Parkettboden und Klimaanlage. Diese Bedingungen kamen insbesondere den europäischen Nationen sehr zum Vorteil, denn für die meisten war es der erste sportliche Auftritt im subtropischen Asien. 

Gruppe 35+ - Deutsche Überraschung im Mixed
In der jüngsten Altersgruppe dieses Turniers ging das deutsche Team mit den Herren Ralf Preuss und Horst Schreiber (beide PSV Bremen) sowie dem 2.Liga-Spieler Holger Wippich (Robur Zittau) und der ehemaligen Nationalspielerin Christine Skropke (SC Bayer Uerdingen) an den Start. Für Preuss und Schreiber war dies der erste internationale Auftritt, um so bemerkenswerter sind die Leistungen der beiden zu bewerten. Ralf konnte seine Herren-Einzel-Gruppe gewinnen gegen Richard Murray (Schottland) und Nyen Yow Song (Malaysia) und sich somit für das Viertelfinale qualifizieren. Horst musste den Gruppensieg und damit eine Viertelfinalteil-nahme leider im ersten Spiel vergeben gegen den Japaner Shinya Aoki, denn im zweiten Spiel konnte er den Malayen Boon Peng Sim in drei Sätzen in Schach halten. Holger Wippich konnte seine Gruppe gegen Spieler aus Indien und dem Iran deutlich für sich entscheiden und sich somit ebenfalls für das Viertelfinale qualifizieren. Für Ralf war hier dann Endstation, denn George Thomas aus Indien ließ ihm nur 3 und 8 Punkte. Holger hatte das Pech, bereit unter den letzten 8 gegen den späteren Turniersieger und bekannten Finnen der 90er Jahre Pontus Jäntii antreten zu müssen. Konnte er doch die meisten Punkte im gesamten Turnier gegen Pontus erspielen (17:14, 15:1), tröstete dies nur gering über das Aus in dieser Runde. 
Im Herren-Doppel konnten die WM-Debütanten Preuss/Schreiber ihre Gruppe gegen Indien und Zambia klar gewinnen, mussten im Viertelfinale aber den Routiniers aus Malaysia den Vortritt lassen zum Einzug ins Halbfinale.
Entschädigt wurde Holger Wippich, der auch im Herren-Doppel gesetzt an Platz 3 mit seinem schwedischen Partner Gustafsson vorzeitig ausschied, dann aber durch die sehr konstante und souveräne Leistung im Mixed gemeinsam mit seiner Düsseldorfer Partnerin Christine Skropke. Als schwerste Gruppe konnten die beiden ihre Spiele gegen die Paarungen aus Indien, Dänemark sowie Belarus/England mit viel Ruhe und taktischem Vermögen für sich entscheiden. Im Finale stand ihnen dann der ehemalige Thomas-Cup-Spieler Beng Teong Ong aus Malaysia mit seiner Partnerin Chan Fong Kok gegenüber. Mit fehlerfreiem Spiel und viel Spielübersicht konnten die beiden deutschen den Überraschungssieg mit 15:12 und 15:5 im Mixed mit der Goldmedaille krönen.
Für Christine Skropke, die bereits in früheren Jahren in Asien aktiv war, war Kuala Lumpur eine überaus erfolgreiche Revival-Tour. Im Damen-Einzel ließ sie in Ihrer Gruppe keine Fragen aufkommen und siegte souverän gegen Nina Andersen aus Dänemark sowie Sangeeta Rajogopalan aus Indien. Erst im Endspiel musste sie sich dann ihrer Doppelpartnerin und Titelverteidigerin Vlada Cherniavskaya deutlich geschlagen geben.
Das Damendoppel sollte im kleinen Teilnehmerfeld der 35+ eine sehr einseitige Angelegenheit werden. Christine und Vlada ließen sich in keinem Spiel das Zepter aus der Hand nehmen. Die beiden Grand-Dames der 80er/90er Jahre spielten ihre Erfahrung und spielerischen Varianten überdeutlich aus und siegten im Endspiel gegen die dänische Paarung Andersen/Kruse mit 15:3 und 15:5. Mit zwei Goldmedaillen und einem Vize-Weltmeistertitel konnte Christine ein starkes „Comeback“ nach 8 Jahren in den Turnierzirkus präsentieren.

Gruppe 40+ - Gold für das Herttrich-Paar
Die Dameneinzelkonkurrenz dieser Altersgruppe wurde bei insgesamt nur fünf Meldungen im „Jeder-gegen-Jeden“–Modus ausgetragen. Uschi Herttrich vom TSV Lauf (LV Bayern) konnte sich in der Auftaktbegegnung gegen die Bulgarin Aneta Yaneva mühelos mit 11:2 / 11:0 durchsetzen. Gegen die Inderin Manjusha Sahasrabudde zeigte die Deutsche eine kampfbetonte von langen Ballwechseln geprägte Partie. Am Ende fehlte beim 10:13 / 11:2 / 6:11 ein-fach das berühmte Quäntchen Glück. Vorentscheidend sollte das nächste Spiel gegen Juthatip Apiwattanawong aus Thailand sein, denn nur die 1. und 2. platzierte der Gruppe qualifizierten sich jeweils für das Finale. Nach einem wahren 3-Satz-Krimi hatte die Asiatin mit 8:11/ 11:7 / 11:7 das bessere Ende für sich. Das letzte Match gegen die Amerikanerin Ursela Gee ging kampflos an die Deutsche. Am Ende bedeutete dies für Uschi Platz 3 und den Gewinn der Bronze-Medaille sowie die Genugtuung, den beiden Finalistinnen jeweils einen großen Kampf geliefert zu haben.

Im Damendoppel gingen Marion Zadworny (TSV Speyer) und Uschi Herttrich an den Start. Erster Gegner in der Gruppe 3 waren die Thailänderinnen Isaree Kiatpitah und Wipawan Payungpol. Der deutschen Kombination gelang es nicht, ins Spiel zu kommen und die Dominanz der Asiatinnen zu durchbrechen. Mit 5:15 / 3:15 fiel die Niederlage deutlich aus. Die zweite Gruppenbegegnung entschieden Marion und Uschi gegen Laili Hazimah Mohd Ali und Noorlin Zahry aus Malaysia mit 15:3 / 15:3 eindeutig für sich. Platz 2 in der Gruppe reichte jedoch nicht für ein Weiterkommen in die Schlussrunden.

Uschi und Thomas Herttrich (beide TSV Lauf) waren die einzige deutsche Mixed-Paarung in dieser Klasse in Kuala Lumpur. In der Gruppe mussten sie sich mit einer griechischen und einer indischen Kombination auseinandersetzen. Nachdem die Griechen nach der Niederlage gegen die Inder bereits vorzeitig abgereist waren, hatte die Begegnung gegen Vivek Saraf und Manjusha Sahasrabudde Halbfinalcharakter. Uschi und Thomas zeigten beim 15:5 / 15:4 eine konzentrierte Leistung und zogen verdientermaßen in das WM-Endspiel ein. Dort trafen sie am Finaltag auf die Japaner Kazuhisa Jindai und Hiroko Yuyama, die in ihrer Gruppe bereits die Dänisch-Englische Paarung Carlsson/Baker ausschalten konnten. Nach anfänglicher Nervosität kam das Ehepaar Herttrich immer besser ins Spiel und setzte auch im 2.Satz das konsequente Angriffsspiel fort. Nach 31 Spielminuten hieß es 15:7 / 15:6 für die Deutschen und Uschi und Thomas freuten sich riesig über das unerwartete WM-Gold.

Gruppe 45+ - Heidi Bender in 3 Finals – Einzeltitel erfolgreich verteidigt
Diese Altersklasse wurde von den schottischen und deutschen Spielern klar beherrscht: in den fünf Disziplinen siegte entweder eine deutsche Spielerin oder ein Schotte oder eben SpielerInnen aus beiden Nationen zusammen. 

Im Dameneinzel gab die ehemalige Nationalspielerin Heidi Bender aus Düsseldorf (Verein PSV Bremen) in den vier Vorrundenspielen in ihrer Gruppe insgesamt nur 8 Punkte ab und besiegte im Finale wie im letzten Jahr in Sofia bei den Weltmeisterschaften ihre schottische Freundin und Doppelpartnerin Christine Black mit 11:0 und 11:6. Im Damendoppel rangen Heidi und Christine Black in einem fast 70minütigen hart umkämpften Finale die sprung- und laufstarken Japanerinnen Toshiko Sato  / Mieko Miyazaki mit 11:15 / 15:7 / 15:7 nieder, nachdem die Vorrunden ohne Satzverlust überstanden wurden. Im Mixed erreichte Heidi mit ihrem Partner Andreas Benz aus Chemnitz erstmals in einem großen Turnier das Finale nach einem 3-Satz-Sieg im Halbfinale über die Japaner Hisao Ochiai und Toshiko Sato. Im Endspiel mußten sie sich dann allerdings den Weltmeistern von 2003, Dan Travers/Christine Black (Schottland) nach 1 Std. 10 Min. mit 12:15, 17:15 und 8:15 beugen. 

Im Herrendoppel konnte Andreas Benz gemeinsam mit seinem Partner Thomas Herttrich die guten Leistungen der im September stattgefundenen Europameisterschaften nicht wiederholen; das Aus kam bereits in der Vorrunde gegen die späteren Finalisten aus Indien Arun Poovaiah / Shyam Pardeshi mit 15:9 und 15:11.

Die nachgemeldete Marion Zadworny überraschte im Damen-Einzel mit einer Bronzemedaille, wobei sie erst im Spiel gegen die spätere Vizeweltmeisterin Christine Black im dritten Satz mit 13:11 das Nachsehen hatte. 

Im Herren-Einzel versuchte Andreas Benz sein Bestes, doch es gelang ihm nicht, sich für die 2. Runde weiter zu qualifizieren. Der Malaye Ibrahim Abduhl Rahman war für ihn eine Nummer zu gross. Thomas Herttrich dagegen konnte sich bis ins Viertelfinale durchsetzen, wo er sich dem Dänen Per Juul Ulrich mit 15:5 und 15:2 geschlagen geben musste.
 

Gruppe 50+ - Alle Titel an dänisches Ehepaar Andersen / Rathsach
Die Altersgruppe 50+ fand ohne deutsche Beteiligung statt. Alle Disziplinen dieser Gruppe wurden vom dänischen Ehepaar Claus B. Andersen und Lis Rathsach souverän dominiert. 
 

Gruppe 55+ - Renate Knötzsch gewinnt Bronzemedaille bei den Damen
Renate Knötsch (SC Ellerau) gewann die Bronzemedaille im Einzel der Altersklasse 55+. Eine hervorragende Leistung, zumal Renate eine Altersklasse tiefer antrat, da in ihrer Altersklasse, den Damen 60+, im Einzel kein Titel ausgespielt wurde. Auch Re-nate Gabriel spielte im Einzel eine Altersklasse tiefer und erreichte den fünften Platz. 

Bei den Herren hatten 17 Teilnehmer im Einzel gemeldet. Dem starken asiatischen Block standen die Europäer aus Dänemark und Deutschland gegenüber. Die deutschen Farben vertraten Horst Klos (SC Ellerau), Dieter Eichhorn (1. BSC Bottrop) und Michael Möbius (BSpfr Neusatz). Es entwickelte sich vom ersten Spiel an interessante, spannende Begegnungen und es wurde um jeden Ball gekämpft. Dabei sah man so manches Kabinettstückchen und die „alten Herren“ zeigten, dass sie immer noch Badminton spielen können. Als jeweilige Gruppenzweite verpassten die drei nur knapp den Einzug in das Semifinale und damit den Sprung auf das Treppchen. Angesichts des noch hohen spielerischen Niveaus war man mit den Plätzen 5-8 sehr zufrieden. Den Titel machten die Dänen unter sich aus, John Kirkebye gewann gegen seinen Landsmann Per Dabelsteen. Im Doppel waren zwei Paarungen am Start. Horst Klos und Dieter Eichhorn, sowie Heiner Hanrath, aus 60+, und Michael Möbius spielten zusammen. Aber wie bereits im Einzel konnte keines der deutschen Paare die Semifinals erreichen. Mit jeweils einen Sieg und einer Niederlage wurde der Einzug knapp verpasst. Auch hier stellten die Dänen den Titelträger. 
Durch die Renates Bronzemedaille war das deutsche Team auch in der Altersklasse 55+ auf dem „Treppchen“ vertreten. 

Gruppe 60+ - Mixed-Finale fest in deutscher Hand
Bei den „alten Leuten“ 60+ traten die Herren  Heiner Hanrath (KTSV Preussen Kre-feld), Peter Gerth (TSV Spandau Berlin 1860) und Hans Schumacher (1. BBC Bre-men) sowie die Damen Renate Gabriel (PSV Bremen) und Renate Knötzsch (SC Ellerau) an. Die deutschen Damen mussten jedoch aufgrund zu geringer Meldungen in 60+ in der unteren Gruppe der Damen 55+ antreten. 
Im Herren-Einzel wurde in insgesamt vier Gruppen gespielt. Der deutsche Titelver-teidiger aus 2003, Hans Schumacher, musste aber bereits im ersten Spiel feststellen, dass Badminton mit einem Bein doch ein schwieriges Unterfangen wird. Die Nach-wehen der Meniskus-Operation waren noch nicht ganz ausgeheilt, so dass deutlich wurde, dass eine Titelverteidigung nicht möglich ist. Peter Gerth dagegen konnte sich in seiner Gruppe gegen die Herren-Einzel aus Indien, Bulgarien und Australien klar durchsetzen. Ebenso gelang dies dem deutschen WM-Debütanten Heiner Hanrath nach spannenden Gefechten gegen die Herren-Einzel-Vertretungen aus Dänemark, Indien und Malaysia. Das somit erreichte Halbfinale für Gerth und Hanrath stellte sich aber dann als unlösbare Aufgabe dar. Peter Gerth musste einer noch nicht ganz aus-kurierten Knieverletzung nachgeben und unterlag in der Vorschlussrunde dem Japaner Akira Hirota. Heiner hatte die Ehre, gegen den ehemaligen All England Sieger Leong aus Malaysia zu spielen, der nicht aufgrund der besseren Kondition, sondern nur aufgrund seiner Cleverness Heiner in die Schranken weisen konnte. Diese Niederlage beschäftigte Heiner selbst noch beim späteren Mannschaftsessen so sehr, dass er beschloss, von nun an intensiv an seiner Technik und Taktik als schließlich Jüngster dieser Gruppe zu feilen.
Das Mixed war eine kleine Konkurrenz von 3 Paarungen. Gegen das German Power der beiden deutschen Paarungen  Gerth/Knötzsch und Schumacher/Gabriel hatte das Mixed aus Macao nichts gegen zu setzen. Das rein deutsche Endspiel konnte – eher als Not gegen Elend bezeichnet (aufgrund der doch recht stark verletzten Herren) – durch Hans und Renate gewonnen werden. Für Hans Schumacher somit eine kleine Entschädigung für die entgangene Titelverteidigung im Herren-Einzel.
Beim Herren-Doppel konnten die deutschen Vertreter Gerth/Schumacher noch einen Sieg gegen Australien verbuchen, doch die Doppel-Spezialisten aus Malaysia waren eine Nummer zu groß und beendeten für unser Doppel nach einem umkämpften 3-Satz-Match dieses Turnier.

Starkes Branding für die World Senior Championships 
Der Weltverband hatte im Rahmen dieser WM alle Vertreter der Nationen zu einem Erfahrungsaustausch bzgl. Altersklassenturniere eingeladen. Die WM soll in Zukunft (ab 2006) in einem jährlichen Rhythmus immer im Juli stattfinden und mit Unterstützung der IBF zu einem etablierten und hochkarätigen Turnier entwickelt werden. Alle Nationen haben ihre Unterstützung zugesagt. So wurde bereits Interesse verkündet, die WM in 2006 nach Deutschland zu geben, wenn es einen attraktiven Standort sowie einen Ausrichter geben wird. USA/Kanada möchten die Gastgeberrolle in 2007 übernehmen, sowie erste Gespräche mit Japan bzw. Mauritius laufen für 2008. Alle unterstützen aber insbesondere den familiären und geselligen Charakter dieses Events und hoffen, bald auch mehr große Namen zu sehen wie Pernille Nedergaard, Dorte Kjaer (beide wurde bereits von Dänemark angekündigt) oder Jesper Helledie und Steen Fladberg wie bereits in 2003. 

Teilnehmer des Deutschen Teams:
35+
Christine Skropke  SC Bayer Uerdingen
Holger Wippich  Robur Zittau
Ralf Preuss   PSV Bremen
Horst Schreiber  PSV Bremen

40+
Uschi Herttrich  TSV Lauf

45+
Heidi Bender   PSV Bremen 
Marion Zadworny  TSV Speyer
Andreas Benz   BV Radebeuel
Thomas Herttrich  TSV Lauf

55+
Dieter Eichhorn  1. BSC Bottrop
Horst Klos   SC Ellerau
Michael Möbius  BSpfr Neusatz

60+
Renate Gabriel  PSV Bremen
Renate Knötzsch  SC Ellerau
Hans Schumacher  1. BBC Bremen
Peter Gerth   TSV Spandau Berlin 
Heiner Hanrath  KTSV Preussen Krefeld



Die ersten Fotos

Halle in Kuala Lumpur (außen)


Halle in Kuala Lumpur (innen)


Zwischenstopp in Dubai (Delegationsleiter Rolf Bender, Heiner Hanrath)


Das Team, links DBV-Präsident Prof. Kespohl


Gute Stimmung


GD 35- Holger Wippich & Christine Skropke GER
 


DD 35+ Christine Skropke GER & Vlada Cherniavskaya BLR


HE 60+ Heiner Hanrath


DE 45+ Heidi Bender


DE 45+ Heidi Bender / Christine Black