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| Fabienne, Lisa, Kira
und Lena bezwingen Dänemark! - Deutsches U19-Team gewinnt 6-Nations
im dänischen Ishoj.
Siege gegen Dänemark sind immer etwas Besonderes. Gelingen sie noch dazu in Dänemark selber, setzen sie sich selber die Krone auf. Der deutschen U19-Nationalmannschaft gelang dieses Kunststück beim 6-Nationen-Turnier in Ishoj, wo man den Favoriten mit 6:3 bezwang und damit den Grundstein zum Turniererfolg legte. Denn auch die weiteren Konkurrenten wurden bezwungen. Gegen die Niederlande gab’s ein 6:3, gegen Schweden ein hart erkämpftes 5:4, Frankreich wurde mit 8:1 geschlagen, England mit 7:2. 2000 gelang einer deutschen Auswahl zuletzt der Sieg bei diesem Wettkampf, zehn Jahre später war es wieder soweit. In dem zehnköpfigen Team stellte NRW dabei eine breite und starke Damenfront. Fabienne Deprez (FC Langenfeld), Lisa Heidenreich (1. BC Düren), Lena Bonnie (1. BC Düren) und Kira Kattenbeck (TV Emsdetten) vertraten die deutschen Farben und trugen maßgeblich zum Erfolg bei. Mit einer blitzsauberen 10:0-Bilanz verließ Fabienne Ishoj, immerhin vier ihrer fünf Einzel entschied Lisa für sich – bei ihrem allerletzten Jugendturnier: „Es war eine super Stimmung im Team und der Sieg hat für mich den Abgang aus der Jugend perfekt gemacht“, bilanzierte die 19-Jährige. Auch Kira, erst in letzter Minute aufgrund von krankheitsbedingten Absagen ins Team gerutscht, war begeistert: „Für mich war das Turnier von der Stimmung her etwas ganz Besonderes, die Mannschaft hat wunderbar zusammengehalten. Die Dänen hatten erst am Sonntag realisiert, dass sie wirklich mehr gewinnen können. Ein gutes Gefühl, da wir es schon vorher wussten.“ Nicht ganz so erfolgreich, aber dennoch erfreulich verlief das 6-Nationen-Turnier U17. Der DBV setzte auf ein junges Team, das mit der Prämisse ins englische Milton Keynes gefahren war, dort Erfahrung auf hohem Wettkampfniveau zu sammeln. Aus NRW waren Mark Byerly (TV Refrath), Lars Schänzler (TTC Brauweiler) und Ramona Hacks (Gladbecker FC) mit dabei. Ohne Dänemark, das in diesem Jahr auf eine Teilnahme verzichtete, landete Deutschland nach zwei überraschenden 5:4-Siegen über Schweden und Frankreich auf Rang vier, nachdem es gegen die Niederlande (2:7) und England (0:9) zwei deutliche Niederlagen gesetzt hatte. Dabei trugen sich auch die NRWler in die Siegerlisten ein. Ramona hielt die Truppe gegen Schweden und Frankreich mit ihren Siegen im zweiten Dameneinzel und zweiten Damendoppel ebenso im Rennen wie Lars, der als U15-Spieler gegen Frankreich richtig aufdrehte und das zweite Herreneinzel für sich entschied. Beim anschließenden Individualturnier kämpfte sich Ramona im Dameneinzel ins Viertelfinale. Dort bekam sie es mit der Französin Delphine Lansac zu tun, die sie im Mannschaftsturnier noch bezwungen hatte. Noch einmal klappte das nicht, stattdessen gab es eine knappe Dreisatz-Niederlage, die dennoch keinen Zweifel daran ließ, dass das Turnier für Ramona, Mark und Lars den ursprünglichen Zweck erfüllte: Erfahrung zu sammeln. Tobias Grosse
Ausgetragen wird das Sechs-Nationen-Turnier nach dem Modus „Jeder gegen Jeden“. Pro Begegnung sind neun Spiele angesetzt: 2 Herreneinzel, 2 Dameneinzel, 2 Herrendoppel, 2 Damendoppel und 1 Mixed. Nach dem 6:3-Sieg zum Auftakt gegen Vize-Europameister Niederlande setzte sich die DBV-Auswahl in der zweiten von insgesamt fünf Partien mit 5:4 gegen Schweden durch. Dann folgte der fulminante 6:3-Erfolg über Gastgeber Dänemark, der - mit einer Ausnahme - in Bestbesetzung angetreten war. Nach dem anschließenden Kantersieg über Frankreich (8:1) stand die deutsche Mannschaft bereits vor der abschließenden Partie gegen England als Turniergewinner fest. Und auch in der finalen Begegnung überzeugte der EM-Dritte: Mit 7:2 bezwang das Team von Holger Hasse die Konkurrenz. Der Titelgewinn beim Sechs-Nationen-Turnier bedeutet einen weiteren herausragenden Erfolg für die U19er des DBV und belegt, dass sich der deutsche Badminton-Nachwuchs auf dem richtigen Weg befindet. Zuletzt hatte der Bundesjugendtrainer Mitte März zusammen mit der zweifachen Deutschen U19- Meisterin Fabienne Deprez (FC Langenfeld) jubeln dürfen, als sich die 18-Jährige für die ersten Olympischen Jugendspiele (14.-26.08.2010 in Singapur) qualifizierte. Zum siegreichen Team in Ishoj zählten Lena Bonnie (1. BC Düren), Nico Coldewe (TSV Trittau), Fabienne Deprez (FC Langenfeld), Richard Domke (SV Fischbach), Lisa Heidenreich (1. BC Düren), Andreas Heinz (TG Hanau), Isabel Herttrich (TSV Lauf), Fabian Holzer (SV Fun-Ball Dortelweil), Patrick Kämnitz (Horner TV), Kira Kattenbeck (TV Emsdetten), Max Schwenger (TSV Lauf) als Spieler/innen sowie Bundesjugendtrainer Holger Hasse, Trainer Bernd Brückmann, eammanager Thomas Lohwieser und Physiotherapeut Rudi Allgeier. Gegen Dänemark setzte sich die DBV-Auswahl sowohl in beiden Dameneinzeln als auch im 2. Herreneinzel, im 1. Damendoppel, im 2. Herrendoppel und im Mixed durch. Zuletzt gelang einem deutschen Team im Jahr 2000, also vor genau zehn Jahren, der Sieg beim Sechs-Nationen-Turnier U19. Dänemarks Nachwuchsasse, an denen seit vielen Jahren bei Großereignissen in Europa kaum ein Weg vorbeiführt, wenn es um die Vergabe von Titeln und Medaillen geht, konnten von den Jugendlichen aus Deutschland erstmals seit 2003 wieder in ihrer Heimat bezwungen werden. Damals hatte die DBV-Mannschaft bei den U19- Europameisterschaften in Esbjerg den Titel gewonnen. In diesem Jahr wurde beim Sechs-Nationen-Turnier auf die Austragung eines Individualwettbewerbs verzichtet, weil sich der Großteil der Spielerinnen und Spieler schon in knapp zwei Wochen, bei den Jugend-Weltmeisterschaften in Guadalajara/Mexiko (18.- 25.04.2010), erneut gegenüber stehen wird. Dr. Claudia Pauli
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