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| Der Deutsche Badminton-Verband
e. V. (DBV) hat erneut einen herausragenden Erfolg verzeichnet: Sowohl
die deutschen Damen als auch die Herren qualifizierten sich zum fünften
Mal in Folge für die Weltmeisterschaft für Damen- und für
Herrennationalmannschaften. Beide DBV-Auswahlen gewannen bei der Europameisterschaft
für Damen- und für Herrenteams in Warschau (16.-21.02.2010) die
Bronzemedaille und lösten damit das Ticket zu den Titelkämpfen
in Malaysia (09.-16.05.2010) – und das, obwohl sie im Vergleich zu den
Qualifikationsturnieren in der Vergangenheit stark verjüngt angetreten
waren. Zwei Athletinnen gaben in Warschau ihr Länderspiel-Debüt
im Bereich O19 und gleich vier Athleten standen im deutschen Aufgebot,
die maximal 23 Jahre alt sind. Beide Teams bewiesen bei der EM zweifelsohne,
dass sie schon jetzt über ein enormes Potenzial verfügen.
Damit hält die Erfolgsserie der deutschen Badmintonspielerinnen und –spieler an: Seit 2002 war es jeweils beiden DBV-Teams gelungen, sich für die alle zwei Jahre stattfindende WM-Endrunde um den Thomas Cup (Herren) bzw. Uber Cup (Damen) zu qualifizieren. Voraussetzung dafür in diesem Jahr war – ebenso wie 2008 – eine Platzierung auf dem Podest bei den kontinentalen Titelkämpfen. Am 21.02.2010 setzten sich die deutschen Damen im „kleinen Finale“ mit 3:0 gegen die Niederlande durch, die Herren zogen wenige Stunden später durch einen 3:1-Erfolg im Spiel um Rang drei über die Ukraine nach. „Wir haben unser Ziel erreicht: zwei Medaillen, mit beiden Teams für die WM qualifiziert – es ist optimal gelaufen. Besser ging´s nicht“, sagte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz unmittelbar nach dem Ende des Turniers hocherfreut. Im Halbfinale am 20.02.2010 unterlagen die deutschen Damen Dänemark mit 1:3, gaben dabei jedoch eine starke Vorstellung ab. Speziell die beiden Doppel boten in der Begegnung mit dem Titelverteidiger eine tolle Leistung: Die Deutschen Meisterinnen, Birgit Overzier/Sandra Marinello (1. BC Beuel/1. BC Düren), bezwangen die Weltranglisten-13., Kamilla Rytter Juhl/Lena Frier Kristiansen, in zwei Sätzen, und Juliane Schenk und Johanna Goliszewski (SG EBT Berlin/SG Anspach), die in Warschau erstmals in dieser Kombination antraten, mussten sich erst in drei Sätzen den Weltranglisten-25., Helle Nielsen/Marie Röpke, geschlagen geben. Dänemark gewann einen Tag später durch einen 3:2-Erfolg über Russland erneut die Goldmedaille. Auch für die deutschen Herren war in der Vorschlussrunde Dänemark erwartungsgemäß zu stark: Die Athleten des DBV unterlagen den Nordeuropäern am Samstag mit 0:3. Dänemark setzte sich tags darauf im Endspiel mit dem gleichen Ergebnis gegen Polen durch.
Die Ergebnisse: Damen, Spiel um Platz drei, Deutschland – Niederlande 3:0 DE1: Juliane Schenk (SG EBT
Berlin) - Patty Stolzenbach 21:16, 21:18
Nachdem die Weltranglistenelfte
Juliane Schenk (SG EBT Berlin) das deutsche Team durch einen Zweisatzerfolg
über Patty Stolzenbach mit 1:0 in Führung gebracht hatte, erhöhten
die Deutschen Meisterinnen im Damendoppel, Birgit Overzier/Sandra Marinello
(1. BC Beuel/1. BC Düren), in einem spannenden Dreisatzduell mit den
Niederländerinnen Lotte Jonathans/Paulien van Dooremalen auf 2:0.
Die Deutsche Vizemeisterin Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen)
nutzte anschließend den ersten „Matchball“ für die DBV-Auswahl:
Die 25-Jährige bezwang Thamar Peters binnen 27 Minuten mit 21:14,
21:14 und sicherte Deutschland damit die Bronzemedaille sowie zugleich
die abermalige Qualifikation für die WM-Endrunde.
Herren, Spiel um Platz drei, Deutschland – Ukraine 3:1 HE1: Marc Zwiebler (1. BC
Beuel) - Dmytro Zavadsky 21:16, 27:25
Der viermalige Deutsche Meister
Marc Zwiebler (1. BC Beuel) behielt nach gewonnenem ersten Satz gegen den
Ukrainer Dmytro Zavadsky in einem ausgeglichenen zweiten Durchgang die
Nerven und entschied diesen schließlich in der Verlängerung
für sich. Der DM-Zweite Dieter Domke (1. BC Bischmisheim), der an
den Tagen zuvor aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung ausgefallen war, verpasste
es anschließend, in einem ebenfalls engen 2. Herreneinzel die Führung
auszubauen. Den zweiten Punkt für die DBV-Auswahl steuerte danach
Marcel Reuter (1. BC Bischmisheim) im dritten Herreneinzel bei, der bei
den nationalen Titelkämpfen die Bronzemedaille gewonnen hatte und
in Warschau seinem Kontrahenten keine Chance ließ. Die Deutschen
Meister im Herrendoppel, Johannes Schöttler/Kristof Hopp (beide 1.
BC Bischmisheim), machten den Sieg für das deutsche Team kurze Zeit
später perfekt. Somit sind beide Mannschaften des DBV bei der WM-Endrunde
in Malaysia dabei!
Damen, Halbfinale, Dänemark – Deutschland 3:1 DE1: Tine Rasmussen - Juliane
Schenk (SG EBT Berlin) 21:16, 21:13
Herren, Halbfinale, Dänemark - Deutschland 3:0 HE1: Peter Gade - Marc Zwiebler
(1. BC Beuel) 21:6, 21:13
Dr. Claudia Pauli
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