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| Dänemark wird viele
Besonderheiten aufzuweisen haben – auch in der Sportart Badminton. Eine
davon fand 2009 statt: Die 25. Auflage des Danish Junior Cups in Kopenhagen,
mit Sicherheit einer der größten Nachwuchs-Wettkämpfe in
Europa. Und Jahr für Jahr das Ziel der deutschen Auswahlteams, die
die Gelegenheit suchen, sich mit der kontinentalen Konkurrenz zu messen.
Erst im Individualturnier, dann mit der Mannschaft.
Das Jubiläum erlebten auch einige NRW-Starter mit: In U19 gingen Fabienne Deprez, Fabian Scherpen und Raphael Beck auf die Jagd nach Ranglistenpunkten, für die Altersklasse U17 wurden Niklas Niemczyk und Dominic Scherpen nominiert, in U15 liefen Lars Schänzler, Jennifer Karnott, Linda Efler und Jasmin Wu auf. Es waren die NRW-Damen, die die herausragenden deutschen Ergebnisse holten. Fabienne unterlag erst im Einzelfinale der Dänin Mette Poulsen in drei Sätzen, im Mixed an der Seite ihres bayerischen Partners Max Schwenger, der seit den Sommerferien im Badminton-Internat Mülheim lebt, erreichte sie immerhin das Halbfinale. Bis dahin gelangte auch die zweite bayerisch-nordrhein-westfälische Mixedkombination mit Jenny Karnott und Johannes Pistorius. Sie schnupperten am Finaleinzug, zogen gegen die dänische Paarung Victor Svendsen/Cecilie Bjergen aber knapp in drei Sätzen den Kürzeren – dafür gab’s im Mannschaftsturnier die geglückte Revanche gegen dieses Duo. An der Seite von Linda Efler langte es für Jenny darüber hinaus zum Viertelfinale im Mädchendoppel, ebenso wie für Lars Schänzler im Jungeneinzel U15. Weit höher hingen die Trauben in der Altersklasse U17, in der das deutsche Team um Niklas und Dominic einiges an Lehrgeld zu zahlen hatte. Umso erfreulicher, dass gerade diese Beiden im Mannschaftsturnier feste Größen von „Deutschland“ wurden. Trotzdem reichte es für das U17-Team bei nur einem 5:4-Erfolg gegen Belgien nur zu Rang neun. Während in der Altersklasse U19 wegen der ins Haus stehenden U19-Weltmeisterschaft kein deutsches Team ins Rennen ging, war die U15-Truppe gefühlter Finalteilnehmer. Nach Gruppensiegen über Fünen und Schweden, lag man im abschließenden Duell mit Jütland bereits 4:1 in Front. Ein einziges Spiel musste noch her und der Einzug ins Endspiel wäre perfekt gewesen. Doch es geschah das nahezu Unmögliche: Alle vier Doppel gingen in jeweils drei Sätzen verloren. Und der Modus sah vor, dass nun statt des Finales das Spiel um Platz 5 anstand. Gegen den Erzrivalen: Holland! Nach der Enttäuschung gegen Jütland keine leichte Aufgabe. Doch sie wurde mit Bravour gelöst. Der 8:1-Sieg ließ wenigstens noch ein bisschen Freude aufkommen. Tobias Grosse |