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18.09.2009
Badminton-Showmatch und -Trainingseinheit in der Justizvollzugsanstalt Castrop-Rauxel
unter Beteiligung der Nationalspielerin Karin Schnaase und Alexander Roovers 
Faszination und Dankbarkeit
Fasziniert und dankbar zeigten sich etwa 100 Inhaftierte der Justizvollzugsanstalt (JVA) Castrop-Rauxel beim Besuch der beiden deutschen Badmintonasse Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) und Alexander Roovers (1. BV Mülheim) am 16.09.2009 in der anstaltseigenen Sporthalle.

Die WM-Dritte von 2008 mit dem deutschen Damenteam und der Deutsche Juniorenmeister des gleichen Jahres hatten sich bereit erklärt, zunächst in einem Showmatch zu demonstrieren, wie vielfältig und spektakulär die Sportart Badminton ist. Anschließend dienten sie mehreren Inhaftierten als Trainingspartner und gaben ihnen Tipps zur Verbesserung ihres Spiels. Überaus motiviert und sichtlich begeistert nahmen etwa zehn derjenigen Inhaftierten, die üblicherweise mehrmals wöchentlich zum Badmintonschläger greifen und auch schon über ein gewisses Spielniveau verfügten, das Angebot, gemeinsam mit Spitzenkönnern auf dem Feld zu stehen, an. „Die Aktion war für uns eine ganz neue Erfahrung, und es hat uns viel Spaß gemacht, hier zu spielen. Es war schön zu sehen, wie dankbar alle waren, dass wir ihnen diese Möglichkeit geboten haben. Gleichzeitig konnten wir den Inhaftierten ein Beispiel geben, wie sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten können“, sagte Karin Schnaase.

Auch Alexander Roovers zog ein positives Fazit: „Ich war sehr überrascht, dass so viele zum Zuschauen gekommen sind und Interesse am Badmintonsport haben“, meinte der 22-Jährige. Alexander Roovers, der ab Oktober am Bundesstützpunkt der Herren in Saarbrücken trainieren wird, hatte sich kurzfristig für die Aktion zur Verfügung gestellt, nachdem sich Nationalspielerin Johanna Goliszewski, die ursprünglich mit nach Castrop-Rauxel fahren sollte, tags zuvor im Training am Knie verletzt hatte.

„Badminton wird bei uns hochgehalten. Wir bedanken uns bei Ihnen, dass Sie uns nun zeigen werden, wie man es richtig macht. Dass unsere Anfrage vom Deutschen Badminton-Verband so positiv beschieden wurde, freut uns sehr“, sagte der stellvertretende Anstaltsleiter Rolf Schwidder in seiner kurzen Begrüßungsrede.

Ganz still wurde es in der mit vier Badmintonfeldern ausgestatteten Sporthalle, als Karin Schnaase und Alexander Roovers mit ihrem Showmatch begannen: Fasziniert verfolgten die Zuschauer, darunter auch zahlreiche Mitarbeiter der JVA, wie sich die beiden Einzelspezialisten gegenseitig über das gesamte Feld jagten. Doch schnell beteiligten sich auch die Badmintonanhänger von der kleinen Tribüne und den Bänken aus: Jeden Punktgewinn bedachten sie mit lautstarkem Applaus. Der Sport mit Inhaftierten hat in der JVA Castrop-Rauxel einen hohen Stellenwert. „Es geht dabei unter anderem um physische und psychische Entlastung der Inhaftierten, Vorbereitung auf die Entlassung, das Erlernen einer sinnvollen Freizeitgestaltung, Sozialerziehung und positive Persönlichkeitsbildung. Neben Fußball spielt bei uns in diesem Zusammenhang der Badmintonsport eine große Rolle“, sagte Klaus Fuhrmann, der in der JVA Castrop-Rauxel, einer Anstalt des offenen Strafvollzuges, für das Sportprogramm der Inhaftierten verantwortlich zeichnet und selbst seit mehr als 30 Jahren als Spieler und Abteilungsleiter im Badmintonsport aktiv ist. 

Dr. Claudia Pauli
(Pressesprecherin DBV)


Zu einem sozialen Engagement der besonderen Art hat sich der Deutsche Badminton-Verband e.V. (DBV) auf Anfrage bereit erklärt: Zwei Spielerinnen aus dem Bundeskader werden am kommenden Mittwoch (16.09.2009) in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Castrop-Rauxel zunächst in einem Showmatch demonstrieren, wie vielfältig und spektakulär die Sportart Badminton ist. 

Anschließend erhalten mehrere der Inhaftierten die Möglichkeit, einige Ballwechsel mit den Athletinnen auszutragen. Die Nationalspielerinnen Karin Schnaase und Johanna Goliszewski haben für diese Aktion ihre Unterstützung angeboten und werden die Zuschauer mit Badminton auf Spitzenniveau sicherlich begeistern.

„Der Sport mit Inhaftierten hat bei uns einen hohen Stellenwert. Es geht dabei unter anderem um physische und psychische Entlastung der Inhaftierten, Vorbereitung auf die Entlassung, das Erlernen einer sinnvollen Freizeitgestaltung, Sozialerziehung und positive Persönlichkeitsbildung. Neben Fußball spielt bei uns in diesem Zusammenhang der Badmintonsport eine große Rolle“, sagt Klaus Fuhrmann, der in der JVA Castrop-Rauxel für das Sportprogramm der Inhaftierten verantwortlich zeichnet und selbst seit mehr als 30 Jahren als Spieler und Abteilungsleiter im Badmintonsport aktiv ist. „Der Deutsche 
Badminton-Verband möchte die JVA Castrop-Rauxel in ihren Bemühungen unterstützen und den Inhaftierten eine wertvolle Möglichkeit aufzeigen, wie sie ihre Freizeit ausfüllen können“, erläutert Ulrike Thomas, Leiterin des Funktionsbereichs Marketing und Medien im DBV.

Bei der JVA Castrop-Rauxel handelt es sich um eine Anstalt des offenen Strafvollzuges mit etwa 450 Inhaftierten. Die anstaltseigene Sporthalle hat vier Badmintonfelder. Beginn der Badminton- Aktion ist um 16.30 Uhr, die Veranstaltung endet voraussichtlich gegen 18.00 Uhr. Der DBV lädt Medienvertreter/innen herzlich ein, sich vor Ort selbst ein Bild von der Maßnahme zu machen. 

Datum und Uhrzeit: Mittwoch, 16.09.2009, ab 16.30 Uhr
Ort: Justizvollzugsanstalt Castrop-Rauxel, Lerchenstr. 81, 44581 Castrop-Rauxel.

Dr. Claudia Pauli
(Pressesprecherin DBV)