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24.06.2009
DBV Verbandstag 2009
in Nürtingen (Baden-Württemberg)

Diskussionsfreudigkeit im Musterländle

Link zu weiteren Beiträgen zum DBV-VT bei
badminton.de (Bericht Verbandstag)
badminton.de  (Bernd Wessels zum Thema AG Gruppenspielordnung)
LV Baden-Württemberg (Bericht Verbandstag)
LV Rheinland (Bericht Verbandstag)
Sven Heise (Fotos Verbandstag)
Sven Heise (Fotos Abendveranstaltung)
Harmonisch aber durchaus diskussionsfreudig war der diesjährige DBV Verbandstag in Nürtingen, wo der BLV Baden-Württemberg den Delegierten ein guter Gastgeber war.

So gilt auch der Dank der NRW Delegation hier einmal an erster Stelle dem BLV BW und seinen Mitarbeitern, mit dem Präsidenten Bernhard Mai an der Spitze für die rundum gelungene Veranstaltung. Bereits am Donnerstag trafen die ersten Delegierten, darunter auch die NRW Delegation, in Nürtingen ein und am Abend wurden in einer Weinstube bereits die ersten Gespräche geführt. Am Freitagnachmittag dann wie immer die Präsidentenrunde des DBV Präsidiums mit den Landesfürsten, leider hatte jedoch der BLV Mecklenburg-Vorpommern abgesagt. Hier werden dann alle Punkte des Verbandstages noch einmal vorbereitend besprochen. Am Abend dann ein Empfang der Gastgeber im Tagungshotel, an welchem alle Delegierten teilnehmen. 

Der eigentliche Verbandstag verlief dann recht diskussionsfreudig, nach den an anderer Stelle genannten Ehrungen, nahmen allein die Besprechungen der Rechenschaftsberichte einen Zeitraum von über anderthalb Stunden in Anspruch, hier konnten jedoch alle Fragen zur Zufriedenheit der Delegierten beantwortet werden. Die Haushaltsahngelegenheiten wurden problemlos akzeptiert, so dass dem Präsidium einstimmig Entlastung erteilt werden konnte. Anträge zur Satzung sowie die erforderliche Verabschiedung der Satzung wurden schnell verabschiedet. Bei den Anträgen zur Finanzordnung gab es eine längere Diskussion über die Verlängerung der bereits beschlossenen Abgaben durch die Landesverbände um ein weiters Jahr, die Regelung gilt nach Genehmigung des Antrages jetzt bis 2013 gegenüber der bisherigen Fassung, welche bis 2012 vorgesehen war. Abgelehnt wurden die Anträge der Bundesliga Vollversammlung, welche ein mehrfaches Spielrecht zulassen sollte. Hier lehnten die Delegierten nach längerer Diskussion diese Vorhaben mit 206 zu 151 Stimmen ab. 

Unter Verschiedenes interessante Beiträge, zum Beispiel die Überlegung die Verbandszeitschrift Badminton Sport evtl. zukünftig in vier Regionalausgaben zu produzieren, dabei könnten dann die Landesverbände auf ein eigenes Verbandsorgan verzichten, hier sind jedoch noch viele Fragen offen und müssen langfristig geklärt werden. Interessante Beiträge auch aus dem Breitensport zum Beispiel schlug Klaus Hasselmann eine Fotowettbewerb „Badminton spielt man überall“ vor, oder Überlegungen wie man den Schulsport weiter mit einbeziehen könnte, Klaus Dieter Lemke vom Referat Schulsport und Dr. Stefan Wengler vom Referat Marketing erörterten hierzu einige Vorstellungen.

Zum Abschluss wie immer die Vergabe der Meisterschaften, diesmal für das Jahr 2011, hier werden dann die Meisterschaften O35 – O75 in Worms ausgetragen, die U22 Meisterschaft geht nach Regensburg, die Internationale Meisterschaft U18 und die DMM U15/U18 werden durch die SG EBT Berlin ausgerichtet und die Deutschen Titelkämpfe U15 / U17 / U19 übernimmt der Tb Rheinhausen 05.

Zum Abschluss des Verbandstages wurde dann am Samstagabend die Burg Hohenneuffen besucht, hier in 743m Höhe, mit herrlichem Blick ins Musterländle, klang der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen aus.

Horst Rosenstock



Ehrungen

Wie schon Tradition zeichnet der DBV zum Beginn des Verbandstages immer langjährige Funktionäre des Badmintonsports aus. So konnte auch diesmal DBV Präsident Karl Heinz Kerst, wieder vier Ehrennadeln an DBV Angehörige für besondere Verdienste um den Badmintonsport verleihen.
 
 
Volkmar Burgold 
(BLV Thüringen)
Volkmar Burgold leitet den BLV Thüringen seit dessen Gründung im Juli 1990 als Präsident. Er ist damit einer der dienstältesten Landesfürsten im DBV. Schon im damaligen Deutschen Federball Verband der DDR (DFV der DDR) war Volkmar Burgold als führender Funktionär tätig und leitete von 1984 – 1990 die Spielkommission des Verbandes als Vorsitzender, vergleichbar mit der Position des Spielausschuss Vorsitzenden im DBV, heute Referat Spielbetrieb O19. 
Dietrich Heppner 
(BLV Nordrhein-Westfalen)
Seit 1998 ist Dietrich Heppner Vizepräsident des DBV und in dieser Funktion auch als Vorsitzender des Leistungssportausschusses tätig. In seinem Landesverband NRW leitete er von 1992 – 1998 den Jugendausschuss, auch war er hier Beisitzer im Leistungsausschuss. Von 1984 -1991 war er Mitglied im Jugendausschuss des Bezirks Süd II im BLV-NRW, welchen er auch vier Jahre als Vorsitzender leitete. 
Gerd Pigola 
(BLV Sachsen)
Gerd Pigola ist seit 2002 Vizepräsident im DBV für den Spielbetrieb O19, schon von 1991- 1993 war er DBV Vize. 1990 wurde er der letzte Präsident des DFV der DDR, unter seiner Leitung firmierte der Verband zuletzt als Badminton Sportverband der DDR (BSV der DDR) und so war er maßgeblich am Zusammenschluss der beiden Verbände beteiligt bzw. Beitritt der neuen Landesverbände beteiligt. Zuvor war er viele Jahre Leiter der Materialkommission  im DFV der DDR.

Auch auf dem Spielfeld ist Gerd Pigola zu Hause, so gewann er im DFV der DDR, insgesamt 17 Meistertitel in den Altersklassen AK1 und AK2, auch konnte er bei den AK Meisterschaften des DBV schon einige Medaillen gewinnen. In jungen Jahren bestritt er für den DFV der DDR, 5 Länderspiele gegen die UdSSR und Indien als Nationalspieler. 

Ulrich Schaaf 
(BLV Nordrhein-Westfalen)
Seit 2004 ist Ulrich Schaaf, Präsident des größten Landesverbandes im DBV, zuvor war er hier schon seit 1998 als Vizepräsident im Amt. Viele Jahre arbeitete er auch als Vorsitzender im  Leistungsausschuss und im EDV Ausschuss seines Landesverbandes. Von 1984 – 1991 war er auch Beisitzer im Jugendausschuss des  Bezirks Nord II im BLV-NRW. 

Als Aktiver nimmt er auch immer wieder mit Erfolg an den Altersklassen Meisterschaften des BLV-NRW und des DBV teil, zahlreiche Podestplätze bestätigen dies.

Horst Rosenstock