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| Vom 07. bis 14. Juni fand
im Kreis Unna das größte regionale Jugendsportevent Europas
statt: Die Ruhrolympiade. Jährlich treffen sich ca. 9000 Nachwuchssportler
aus 13 Städten und vier Kreisen des Rhein-Ruhrgebiets um sich in einer
Städtevergleichswertung sowie beim Wettbewerb um die Titel des Ruhrolympiade-Siegers
zu messen. 26 Sportarten wurden in den 10 Gemeinden des Kreises Unna ausgetragen.
Die Badminton-Wettkämpfe fanden in Fröndenberg statt. Teams aus 14 Städten/Kreisen gingen an den Start. Laut Regelwerk der Ruhrolympiade dürfen pro Team vier Jungen und vier Mädchen nominiert werden und zusätzlich ein Junge und ein Mädchen als Ersatzspieler. Jeder Spieler darf nur in einer Disziplin starten. Gespielt werden Jungendoppel, Mädchendoppel, Jungeneinzel, Mädcheneinzel und Mixed, wobei jeder Platz ausgespielt wird. Erstmalig war der Kreis Neuss dabei. Bottrop, Wesel und Bochum stellten keine Mannschaft. Oberhausen und Mülheim wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und machten den Sieg unter sich aus. Oberhausen konnte den Titel zum vierten Mal in Folge erringen, das ist vorher noch keiner Stadt gelungen. Oberhausen siegte mit 82 Punkten vor Mülheim mit 79 Punkten. Dreimal (JE, ME, MD) lautete das Finale Oberhausen gegen Mülheim und zweimal (JD, MX) Oberhausen gegen Hagen. Weitere Podestplätze (Bronzemedaillen) gingen an den Kreis Recklinghausen (MD, MX) und die Stadt Düsseldorf (ME). Nicht nur ein Pokal hat eigene Gesetze, sondern auch eine Ruhrolympiade. So gelang es das ein oder andere Mal, dass gesetzte Spieler früher als erwartet verloren und ungesetzte Spieler zum Favoritenschreck wurden. Die Jugendlichen boten den Zuschauern Badminton auf höchstem Niveau und der ein oder andere sportartfremde Zuschauer stellte fest, dass es doch einen Unterschied zwischen Federball und Badminton gibt. Badminton Städtewertung
Zum dritten Mal in Folge konnte Dortmund mit 367 Punkten den Gesamtsieg der Städtevergleichswertung einfahren. Der Gastgeber Kreis Unna landete mit nur drei Punkten Differenz (364 Punkte) auf Rang Zwei, das bisher beste Ergebnis für den Ausrichter bei einer Ruhrolympiade. Die Bronzemedaille holte sich, ebenfalls zum dritten Mal in Folge, der Kreis Recklinghausen mit 322 Punkten. Der Jugendförderpreis
der Ruhrolympiade ging an die gehörlose Leichtathletin Jessica Urbanski
(Hagen) und die moderne Fünfkämpferin Janine Kohlmann (Neuss).
Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird einer herausragenden Sportlerin
oder einem herausragenden Sportler je zur Hälfte für ihre besonderen
Leistungen im Sport verliehen. Ein Jahr lang wird mit dem „Jugendförderpreis
Ruhrolympiade“ die sportliche Karriere des bzw. der Preisträgerin
in Form eines Stipendiums gefördert. Bereits zweimal erhielten Badmintonspieler
diesen Preis. 1999 erhielt Raphael Groß den Jugendförderpreis
und im Jahr 2001 Carina Mette.
Endergebnis Städtevergleich
2009
1 Dortmund 367
Anke Böttcher |