BLV-NRW - ONLINE zur Startseite
des BLV-NRW
20.06.2009
Ruhrolympiade: 
Oberhausen siegt zum vierten Mal in Folge im Badminton
Vom 07. bis 14. Juni fand im Kreis Unna das größte regionale Jugendsportevent Europas statt: Die Ruhrolympiade. Jährlich treffen sich ca. 9000 Nachwuchssportler aus 13 Städten und vier Kreisen des Rhein-Ruhrgebiets um sich in einer Städtevergleichswertung sowie beim Wettbewerb um die Titel des Ruhrolympiade-Siegers zu messen. 26 Sportarten wurden in den 10 Gemeinden des Kreises Unna ausgetragen. 

Die Badminton-Wettkämpfe fanden in Fröndenberg statt. Teams aus 14 Städten/Kreisen gingen an den Start. Laut Regelwerk der Ruhrolympiade dürfen pro Team vier Jungen und vier Mädchen nominiert werden und zusätzlich ein Junge und ein Mädchen als Ersatzspieler. Jeder Spieler darf nur in einer Disziplin starten. Gespielt werden Jungendoppel, Mädchendoppel, Jungeneinzel, Mädcheneinzel und Mixed, wobei jeder Platz ausgespielt wird. 

Erstmalig war der Kreis Neuss dabei. Bottrop, Wesel und Bochum stellten keine Mannschaft. Oberhausen und Mülheim wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und machten den Sieg unter sich aus. Oberhausen konnte den Titel zum vierten Mal in Folge erringen, das ist vorher noch keiner Stadt gelungen. Oberhausen siegte mit 82 Punkten vor Mülheim mit 79 Punkten. Dreimal (JE, ME, MD) lautete das Finale Oberhausen gegen Mülheim und zweimal (JD, MX) Oberhausen gegen Hagen. Weitere Podestplätze (Bronzemedaillen) gingen an den Kreis Recklinghausen (MD, MX) und die Stadt Düsseldorf (ME). Nicht nur ein Pokal hat eigene Gesetze, sondern auch eine Ruhrolympiade. So gelang es das ein oder andere Mal, dass gesetzte Spieler früher als erwartet verloren und ungesetzte Spieler zum Favoritenschreck wurden. Die Jugendlichen boten den Zuschauern Badminton auf höchstem Niveau und der ein oder andere sportartfremde Zuschauer stellte fest, dass es doch einen Unterschied zwischen Federball und Badminton gibt.

Badminton Städtewertung
Platz  Stadt/Kreis  JE  JD  ME  MD  MX  Gesamt  RO-
Punkte
1 Oberhausen 16 17 16 17 16 82 17
Mülheim 17 15 17 16 14 79 16
Hagen 15 16 8 13 17 69 15
4 Kreis Recklinghausen 13 12 11 15 15 66 14
5 Duisburg 11 11 13 11 10 56 13
6 Kreis Unna  12 14 14 7 8 55 12
7 Ennepe-Ruhr-Kreis 6 13 10 8 12 49 11
8 Hamm 14 8 5 14 7 48 10
9 Gelsenkirchen 10 5 7 12 13 47 09
10 Essen 7 9 12 9 9 46 08
11 Herne 8 7 9 10 6 40 07
12 Düsseldorf 5 4 15 4 11 39 06
13 Dortmund 9 10 4 5 5 33 05
14 Kreis Neuss 4 6 6 6 4 26 04
- Bochum - - - - - - 0
Kreis Wesel - - - - - - 0
- Bottrop - - - - - - N

 
 

Zum dritten Mal in Folge konnte Dortmund mit 367 Punkten den Gesamtsieg der Städtevergleichswertung einfahren. Der Gastgeber Kreis Unna landete mit nur drei Punkten Differenz (364 Punkte) auf Rang Zwei, das bisher beste Ergebnis für den Ausrichter bei einer Ruhrolympiade. Die Bronzemedaille holte sich, ebenfalls zum dritten Mal in Folge, der Kreis Recklinghausen mit 322 Punkten.

Der Jugendförderpreis der Ruhrolympiade ging an die gehörlose Leichtathletin Jessica Urbanski (Hagen) und die moderne Fünfkämpferin Janine Kohlmann (Neuss). Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird einer herausragenden Sportlerin oder einem herausragenden Sportler je zur Hälfte für ihre besonderen Leistungen im Sport verliehen. Ein Jahr lang wird mit dem „Jugendförderpreis Ruhrolympiade“ die sportliche Karriere des bzw. der Preisträgerin in Form eines Stipendiums gefördert. Bereits zweimal erhielten Badmintonspieler diesen Preis. 1999 erhielt Raphael Groß den Jugendförderpreis und im Jahr 2001 Carina Mette.
Ausrichter der Ruhrolympiade 2010 wird die Stadt Duisburg sein.

Endergebnis Städtevergleich 2009
Platz Stadt/Kreis RO-Punkte

1 Dortmund 367
2 Kreis Unna 364
3 Kreis Recklinghausen 322
4 Bochum 303
5 Essen 302
6 Mülheim 270
7 Duisburg 261
8 Gelsenkirchen 252
9 Ennepe-Ruhr-Kreis 249
10 Herne 238
11 Oberhausen 228
12 Hagen 220
13 Düsseldorf 200
14 Kreis Neuss 184
15 Hamm 181
16 Bottrop 160
17 Kreis Wesel 134

Anke Böttcher