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27.04.2009
Landesmeisterschaft 2009
im Rahmen des Landessportfestes der Schulen
Zum zweiten Mal in Folge trafen sich die Sieger der fünf Regierungsbezirke im Rahmen des Landessportfestes der Schulen am 26.03.09 in Mülheim an der Ruhr in der RWE Rhein-Ruhr Halle, in der auch seit vier Jahren die German Open ausgetragen werden, um die Landesmeister in den beiden Wettkampfklassen (WK) II und III zu ermitteln.

WK III: 1994-97
Heranni Gymnasium Herne (Regierungsbezirk (RB) Arnsberg)
Städtisches Gymnasium Gütersloh (RB Detmold)
Freiher-von-Stein-Gymnasium Oberhausen (RB Düsseldorf)
Landrat-Lucas-Gymnasium Leverkusen(RB Köln)
St. Antonius-Gymnasium Lüdinghausen (RB Münster)

WK II:1992-95
Peter-Paul-Rubens-Gymnasium Siegen (RB Arnsberg)
Städtisches Gymnasium Steinheim (RB Detmold)
Luisenschule Mülheim an der Ruhr (RB Düsseldorf)
Landrat-Lucas-Gymnasium Leverkusen (RB Köln)
Josef-Albers-Gynasium Bottrop (RB Münster)

Die 10 Mannschaften mit ca. 80 Mädchen und Jungen wurden mit ihren begleitenden Lehrerinnen und Lehrern von Bürgermeisterin Renate aus der Beek und Thomas Nuyen (Leiter der Landesstelle für den Schulsport bei der Bezirksregierung Düsseldorf – gleichzeitig Veranstalter des Turniers) – begrüßt.

Aus den kleinen Fehlern des vergangenen Jahres hatte man gelernt: so konnte die Turnierleitung mit Inge und Tanja Spennhof und Rainer vom Hövel (1. BV Mülheim) die 140 Spiele ohne jede Probleme routiniert und planmäßig in knapp sieben Stunden abwickeln. An der Vorbereitung der Veranstaltung war der Ausschuss für Schulsport der Stadt Mülheim (Annette Michels) und die Damen der Geschäftstelle des BLV-NRW maßgeblich beteiligt. Für die rundum gelungene Veranstaltung sorgten auch die überaus freundlichen und engagierten Mädchen und Jungen der Luisenschule unter der Leitung ihres Lehrers, Herrn Schmitz-Flottmann, die die gut besuchte Cafeteria betreuten. 

Nun aber zu den Hauptakteuren der Meisterschaften, zu den Spielerinnen und Spielern. Was mir als langjähriger Beobachter der Finalveranstaltung in Berlin schon häufig von den Vertretern der Ministerien und anderen Sportarten gesagt wurde, dass nämlich die Badmintonturniere besonders diszipliniert und fair abliefen, wurde in Mülheim wieder einmal eindrucksvoll bewiesen. In den 140 Spielen, die grundsätzlich ohne Schiedsrichter ausgetragen wurden, kam es nicht ein einziges Mal zum Einsatz des Oberschiedsrichters bzw. des Schiedsgerichts. Ein dickes Lob an alle Akteure (Schüler und Betreuer) für ein außergewöhnlich sportliches und faires Verhalten vom Einmarsch bis hin zur Siegerehrung.
 

Zu den einzelnen Spielen:
 
WK III:  
Leverkusen gegen Gütersloh 4:3, Lüdinghausen 5:2, Oberhausen 4:3, Herne 6:1
Oberhausen gegen Gütersloh 5:2, Lüdinghausen 3:4, Herne 5:2
Lüdinghausen gegen Gütersloh 3:4, Herne 5:2 
Gütersloh gegen Herne 5:2
WK II:
Mülheim gegen Siegen 6:1, Steinheim 7:0, Leverkusen 7:0, Bottrop 7:0
Siegen gegen Bottrop 5:2, Steinheim 4:3, Leverkusen 5:2
Steinheim gegen Bottrop 4:3, Leverkusen 4:3
Leverkusen gegen Bottrop 3:4
Die Tabelle:
1. Leverkusen 8 Punkte 19:9 Spiele 39:21 Sätze (Vertreter in Berlin)
2. Oberhausen  4 Punkte 16:12 Spiele 33:24 Sätze
3. Lüdinghausen 4 Punkte 14:14 Spiele 30:29 Sätze
4. Gütersloh  4 Punkte 14:14 Spiele 28:29 Sätze
5. Herne  0 Punkte   7:21 Spiele 15:42 Sätze
Die Tabelle:
1. Mülheim  8 Punkte 27:1 Spiele 55:2 Sätze (Vertreter in Berlin)
2. Siegen  6 Punkte 15:13 Spiele 30:28 Sätze
3. Steinheim  4 Punkte 11:17 Spiele 23:36 Sätze
4. Leverkusen  2 Punkte 9:19 Spiele 19:39 Sätze
5. Bottrop  0 Punkte 8:20 Spiele 19:41 Sätze

Fazit: 
Es gab in beiden WK viele knappe 4:3 Spiele, was besonders in der WK III zu großer Spannung führte (siehe Tabelle – drei Mannschaften punkgleich).
Besonders erwähnenswert der glatte „Durchmarsch“ der Luisenschule Mülheim mit vier klaren Siegen und nur einem einzigen Spielverlust. Meines Wissens hat es in den letzten Jahren noch nie einen so überlegenen Landesmeister gegeben, was einige Hoffnung für das Berliner Finale Anfang Mai aufkommen lässt. Bemerkenswert auch, dass das Landrat-Lucas-Gymnasium aus Leverkusen in beiden WK vertreten war und die WK III gewann. Gegen die reinen Sportschulen aus Kaiserslautern, Jena, Berlin, Braunschweig und Hamburg wird es sicher in Berlin nicht einfach.

Hier die beiden Siegermannschaften:
Luisenschule Mülheim:
Fabienne Deprez, Jasmin Wu, Mia Cammertoni, 
Loraine Kahlmeier, Fabian Scherpen, Niklas Niemczyk, 
Raphael Beck, Lukas Mühlhaus 
Landrat-Lucas-Gymnasium:
Jana Ungruhe, Anna Pilgram, 
Louis Rudberg, Cedric Hanke, 
Jan Heider, Bernhard Smidt

Nach den vielen positiven Eindrücken von dieser gelungenen Veranstaltung ein kleiner Wermutstropfen. Ich habe vergeblich nach den „Offiziellen“ des BLV-NRW, die sich die Zusammenarbeit von Schule und Verein und die Talentsuche und Talentförderung auf ihre Fahnen geschrieben haben, Ausschau gehalten. Wo waren die Talent- und Jugendtrainer, wo die für nachwachsenden Talente in den Schulen zuständigen „Übungsleiter“? Vielleicht habe ich die „Talentscouts“, die der Verband ausgebildet hat, übersehen, weil sie sich hinter den Säulen und Vorhängen der Halle versteckt hatten, um nicht bei ihren heimlichen Aufzeichnungen beobachtet zu werden.

Die Firma VICTOR International hatte wie immer in den vergangenen Jahren einen Teil der Naturfederbälle gesponsert und für die Siegermannschaften in den beiden Wettkampfklassen je eine Schulsporttasche mit Schlägern und Bällen zur Verfügung gestellt. Der Vertreter der Firma für Deutschland West Ulrich Barnewitz zeigte sich sehr beeindruckt von dem hohen Niveau der meisten Spiele. Und als Thomas Nuyen schließlich pünktlich um 16.15 Uhr die Siegerehrung anmoderierte, stand ich ganz allein vor den Siegermannschaften. So durfte ich die Pokale, Urkunden und Schulsporttaschen übergeben und ca. 70 Schülerinnen und Schülern ganz herzlich zu ihren hervorragenden Leistungen gratulieren. Das hat es in den vielen Jahren, in denen ich diese Veranstaltung schon begleite, noch nie gegeben!

Nach meiner definitiv letzten offiziellen Amtshandlung als Schulsportbeauftragter des BLV-NRW bleibt mir nur die Hoffnung, dass in Zukunft alles noch besser wird!


Klaus Walter