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24.01.2009
Nach Hövelhof war Durchschnaufen angesagt
Bei der 2. DBV-Rangliste U13/U19 waren es in U13 die Jungs, in U19 die Mädels, die für Glanzlichter sorgten
Gut acht Wochen eines jeden Jahres haben es in sich. Ende Oktober geht’s los, Mitte Dezember endet sie, die DBV-Ranglistensaison für den deutschen Badminton-Nachwuchs. Fünf Ranglisten stehen an, zwei für die Altersklassen U13/U19, drei für die Altersklassen U15/U17. Eigentlich überschaubar. Nicht aber für die Trainer und die besten U17-Spieler. Denn die waren an allen fünf Ranglisten am Start. Und entsprechend erschöpft, müde und erleichtert, als mit der 2. DBV-Rangliste U13/U19 in Hövelhof am 14. Dezember das Badmintonjahr 2008 so gut wie endete.

Fabian Scherpen, Niclas Lohau und Kira Kattenbeck waren die „NRWler“, die bei jedem Wettkampf dabei waren. Hätte sie nicht eine Verletzung bzw. Erkrankung daran gehindert, hätte das Gleiche für Lena Bonnie und Raphael Beck gegolten. Umso schöner, dass diese Fünf als U17er auch zum Abschluss des Jahres in Hövelhof noch einmal Glanzlichter in den U19-Wettkämpfen setzten. Für Podiumsplätze langte es zwar nicht, doch ist auch der vierte Platz von Kira und Raphael im Mixed ein großer Erfolg. Ebenso wie Rang sechs von Niclas mit seiner Partnerin Vera Geuenich im Mixed oder ebenfalls Platz sechs für Fabian im Herrendoppel mit Jonas Geigenberger aus Rheinhessen-Pfalz.

Anders als noch bei der ersten U19-Rangliste in Goldbach waren in Hövelhof auch zwei Topspielerinnen NRWs wieder an Bord. Die beiden Bundeskader Mette Stahlberg und Lisa Heidenreich hatten wegen ihrer Teilnahme an der U19-Weltmeisterschaft in Pune/Indien in Goldbach ausgesetzt, liefen in Ostwestfalen aber wieder auf. Lisa setzte sich mit ihrem Sieg im Dameneinzel U19 die Favoritenkrone für die Deutsche Meisterschaft in Lübeck auf. Mette zeigte mit Rang zwei im Damendoppel an der Seite ihrer pfälzischen Partnerin Alina Hammes, dass auch mit dieser Paarung bei der DM zu rechnen sein wird. Ansonsten glich das Abschneiden der NRW-Auswahl dem in Goldbach: Bei den Mädels lief es sehr gut, bei den Jungs noch etwas schwerfälliger. Hier die Ergebnisse im Überblick:

Mixed:
4. Raphael Beck (FC Langenfeld) / Kira Kattenbeck (TV Emsdetten)
6. Niclas Lohau (Spvgg. Sterkrade-Nord) / Vera Geuenich (BC Phönix Hövelhof)
10. Jens Lamsfuß (DJK Wipperfeld) / Laura Lang (Saarland)
12. Fabian Scherpen (FC Langenfeld) / Lena Bonnie (1. BC Düren)
13. Timon Ufermann (1. BV Mülheim) / Laura Riffelmann (BC Hohenlimburg)

Herreneinzel:
8. Julien Gupta (1. BC Beuel)
17. Fabian Scherpen
17. Philippe Craul (1. BV Mülheim)
19. Rene Rother (1. BV Mülheim)

Dameneinzel:
1. Lisa Heidenreich (1. BC Düren)
5. Mette Stahlberg (TV Refrath)
6. Katharina Altenbeck (1. BV Mülheim)
7. Kira Kattenbeck
8. Fabienne Köhler (FC Langenfeld)
19. Selina Weinzettel (FC Langenfeld)

Herrendoppel:
6. Fabian Scherpen / Jonas Geigenberger (Rheinhessen-Pfalz)
7. Philippe Craul / Rene Rother
11. Raphael Beck / Niclas Lohau
12. Rene Rother / Steffen Becker (Spvgg. Sterkrade-Nord)
13. Timon Ufermann / Fabian Stoppel (BC Hohenlimburg)

Damendoppel:
2. Mette Stahlberg / Alina Hammes (Rheinhessen-Pfalz)
5. Selina Weinzettel / Galina Thieme (Hamburg)
6. Katharina Altenbeck / Laura Riffelmann
7. Lisa Heidenreich / Fabienne Köhler
8. Kira Kattenbeck / Lena Bonnie
 

Genau anders als in U19 lief es in der Altersklasse U13. Die maß sich nur in den Einzeln, jeweils 16 Jungen und Mädchen gingen an den Start. Im Jungeneinzel stammten sechs aus NRW. Das Besondere: Alle Sechs landeten unter den Top 12, ein tolles Resultat. Drei sogar unter den Top vier. Doch weder David Peng (2.) noch Max Weißkirchen (3.) noch Philipp Zieschang (4.) vermochten Alan Erben aus Baden-Württemberg zu stoppen – noch nicht. „Wichtig ist doch zu sehen, dass unsere Spieler derzeit schon in der Spitze zu finden sind. Das lässt doch für die Zukunft hoffen“, findet Landestrainer U15/17 Marcus Busch. Simon Reinhardt landete bei seiner ersten Teilnahme auf Rang acht, Yannic Wenk wurde Neunter und Niklas Kampmeier – wie Simon zum ersten Mal dabei – auf Platz zwölf.

Bei den Mädels war das Abschneiden nicht ganz so erfolgreich – aber auch das ist kein Beinbruch. „Wir haben das Niveau der besten Spielerinnen aus den Landesverbänden nicht so wahrgenommen, als dass man es nicht aufholen könnte“, so NRW-Landestrainer Tobias Grosse. „Sicher gehört da ein bisschen Fleiß zu. Aber wenn unsere Mädels wollen, ist für sie in den nächsten Jahren sicher noch etwas drin.“ Eva Janssens wurde Achte, Judith Petrikowski als U11erin 14. Dinah Riss landete auf Rang 15, Christina Schnabel musste verletzt aufgeben und wurde 16. Für die U13-Spieler endet die Saison mit dem Gruppenpokal, also dem Vergleich mit den drei anderen Gruppen Deutschlands, am 25. und 26. April in Goldbach. 2008 wurde NRW Zweiter – das soll es auch 2009 mindestens wieder werden.

Tobias Grosse