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des BLV-NRW
20.04.2008
Europameisterschaft 2008
in Herning (Dänemark)
Mannschafts-Wettbewerb "Mixed Teams"   
12.-15.04.2008
DBV-Auswahl auf Platz fünf

Individual-Wettbewerbe   
16.-20.04.2008
Xu holt Gold, 
Bronze für Schenk und Hopp/ Kindervater


 
 
Mannschafts-
Wettbewerb

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Die Spiele der deutschen Mannschaft

Sa 12.4. 14 Uhr: Deutschland - Bulgarien  5-0
So 13.4. 10 Uhr: Deutschland - Finnland   5-0
So 13.4. 18 Uhr: Deutschland - Polen       2-3
Mo 14.4. 14 Uhr: Deutschland - Ukraine    3-0
Di  15.4. 14 Uhr: Deutschland - Russland  3-2

Dettmann, Tim
Fuchs, Michael
Hopp, Kristof
Joppien, Bjoern
Kindervater, Ingo
Schoettler, Johannes
Spitko, Roman
Zwiebler, Marc 
Huaiwen, Xu
Mette, Carina
Overzier, Birgit
Piotrowski, Kathrin
Schenk, Juliane
Schnaase, Karin
Individual-
Wettbewerb

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Turnierpläne
Herreneinzel
Dameneinzel
Herrendoppel
Damendoppel
Mixed
Tagesübersicht
Mittwoch 16.4.
Donnerstag 17.4.
Freitag 18.4.
Samstag 19.4.
Sonntag 20.4.
Medaillengewinner
 
Huaiwen Xu erneut Europameisterin 
+++ Bundestrainer Detlef Poste: „Wir sind sehr zufrieden“ +++ Olympia-Qualifikation schwerer denn je
Die zweimalige WM-Dritte Huaiwen Xu (1. BC Bischmisheim/Nr. 3/4) hat bei den Badminton-Europameisterschaften als fünfte Spielerin in der Geschichte der Individual-EM ihren Titel im Dameneinzel erfolgreich verteidigt und wie schon 2006 die Goldmedaille gewonnen. In ihrem zweiten EM-Finale in Serie bezwang die Weltranglistenachte im dänischen Herning die seit Monaten überragend spielende Weltranglistensiebte Tine Rasmussen mit 12:21, 21:12, 21:17. Die Dänin war bei der EM vor zwei Jahren im Viertelfinale an ihrer jetzigen Finalgegnerin gescheitert und stand erstmals in einem EM-Endspiel. Seit September 2007 hat Tine Rasmussen drei Turniere der Super-Series-Kategorie gewonnen, zuletzt im März die prestigeträchtigen All England Open. Doch nach 50 Minuten und drei abgewehrten Matchbällen musste sich die favorisierte
Lokalmatadorin einer hervorragend agierenden Titelverteidigerin geschlagen geben. „Ich bin sehr glücklich. Ich habe mir keinen Druck gemacht und hatte keine Angst“, sagte Huaiwen Xu nach der Partie, während sie sich durch eine Schlange von Fans „durcharbeitete“, die um ein Autogramm von der alten und neuen Europameisterin baten. Die fünfmalige Deutsche Meisterin beendete mit dem Titelgewinn eine „Durststrecke“: Zuletzt hatte  Huaiwen Xu bei den Bitburger Open im Oktober 2006 in Saarbrücken einen Endspielerfolg bei einem internationalen Turnier verbucht. Im EM-Halbfinale hatte sich die 32-Jährige mit 21:11, 4:21,
21:18 gegen die an Position eins notierte Französin Hongyan Pi durchgesetzt. Mindestens zweimal EM-Gold in Folge konnten bislang nur Gillian Gilks (Dänemark, 1974/1976), Helen Troke (England, 1984/1986), Pernille Nedergaard (Schweden, 1990/1992) und Camilla Martin (Dänemark, 1996/1998/2000) gewinnen.

Insgesamt gingen bei den Titelkämpfen drei Medaillen an Akteure des Deutschen Badminton- Verbandes e. V. (DBV): Neben Huaiwen Xu (Gold) holten Juliane Schenk (EBT Berlin/Nr. 3/4) - ebenfalls im Dameneinzel – sowie das Herrendoppel Kristof Hopp/Ingo Kindervater (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel/Nr. 3/4) jeweils Bronze. Während Schenk damit bereits ihre vierte Medaille bei einer Individual-EM gewann, durften sich Hopp/Kindervater über ihre erste Medaille bei Titelkämpfen dieser Art freuen (vgl. Pressemitteilung des DBV vom 19.04.2008). „Wir sind sehr zufrieden. Wir haben die im Vorfeld gesetzten Ziele erreicht: mit der erfolgreichen Titelverteidigung, den weiteren Medaillen und mit der Olympiaqualifikation von den Spielerinnen und Spielern, bei denen dies möglich war“, sagte Chef-Bundestrainer Detlef Poste.

• Schwerste Olympia-Qualifikation aller Zeiten
Obwohl die Qualifikationsphase für die Olympischen Spiele (08.-24.08.2008) noch bis zum 30.04.2008 läuft, steht bereits fest, dass der DBV mit insgesamt fünf Aktiven in Peking vertreten sein wird (vgl. Pressemitteilung des DBV vom 19.04.2008). Dies ist ein toller Erfolg – schließlich sind die Qualifikationskriterien für 2008 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verschärft worden, so dass die aktuelle Qualifikation nicht mit der für die Olympischen Spiele in den Jahren 1992 bis 2004 vergleichbar ist. 

„2008 ist und war bislang die härteste Olympiaqualifikation, und wir haben die besten Weltranglistenpositionen aller Zeiten“, hob Detlef Poste die besondere Leistung der deutschen Spielerinnen und Spieler hervor, die es nach Peking geschafft haben. Bei der Betrachtung der Statistik über die deutschen Olympiateilnehmer von 1992 bis 2004 muss beispielsweise bedacht werden, dass bis Sydney (2000) Spieler/innen, die in einer Disziplin qualifiziert waren (z. B. Herrendoppel), zusätzlich noch in einer anderen (z. B. im Einzel) starten durften. Nun müssen sich die Olympia-Teilnehmer für jede Disziplin separat qualifizieren. Zudem
wurde für 2008 die Anzahl der Startplätze in den Doppeldisziplinen reduziert. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund muss die erfolgreiche Qualifikation für Peking als herausragende Leistung bewertet werden. Sie dokumentiert ebenso wie die Weltranglistenpositionen derjenigen, die das Ticket für Peking – teils nur knapp – verpasst haben, dass der Badmintonsport in Deutschland in den vergangenen Jahren einen enormen Aufschwung erlebt hat. Nach Huaiwen Xu im Dameneinzel und Marc Zwiebler im Herreneinzel schafften auch Juliane Schenk (Dameneinzel) und das Mixed Kristof Hopp/Birgit Overzier (1. BC Bischmisheim/1. BC
Beuel) die Qualifikation für Peking. Ausschlaggebend waren bei Juliane Schenk das Erreichen des EM-Halbfinals und bei den Weltranglisten-13. Hopp/Overzier die Ergebnisse der Konkurrenz bei den parallel zur EM stattfindenden Asienmeisterschaften. Juliane Schenk bestreitet damit im August ebenso ihre zweiten Olympischen Spiele wie Huaiwen Xu. 

Gastgeber Dänemark stark
Nachdem die Dänen bereits den Team-Wettbewerb für sich entschieden hatten, kamen in den Individualwettbewerben Goldmedaillen im Herreneinzel, Damendoppel und Herrendoppel hinzu. Im Herreneinzel und Herrendoppel stammen auch die jeweils Zweitplatzierten aus dem EMGastgeberland. Zudem ging im Dameneinzel Silber an Dänemark. Nur ins Mixedfinale hatte es keine dänische Paarung geschafft. Im Herrendoppel mussten sich Jens Eriksen/Martin Lundgaard Hansen, die seit 2002 gemeinsam jeweils EM-Gold gewonnen hatten, ihren Landsleuten Lars Paaske/Jonas Rasmussen geschlagen geben.


Huaiwen Xu steht erneut im Endspiel +++ Fünf Spieler/innen in Peking dabei +++ Auch Schenk und Hopp/Overzier lösten das Ticket
Die zweimalige WM-Dritte Huaiwen Xu (1. BC Bischmisheim/Nr. 3/4) kann bei den Europameisterschaften weiter von einer erfolgreichen Titelverteidigung im Dameneinzel träumen, Juliane Schenk (EBT Berlin/Nr. 3/4) hat dagegen den Einzug in ihr erstes EM-Finale in dieser Disziplin knapp verpasst und wie 2006 Bronze gewonnen. Ebenfalls Bronze und zugleich ihre erste EM-Medaille sicherten sich Kristof Hopp/Ingo Kindervater (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel/Nr. 3/4) im Herrendoppel.

Die 32 Jahre alte Weltranglistenachte Xu gewann in Herning (Dänemark) ihre Vorschlussrundenpartie gegen die topgesetzte Französin Hongyan Pi nach Schwierigkeiten im zweiten Satz noch mit 21:11, 4:21, 21:18 und steht damit zum zweiten Mal in Folge im Endspiel einer Individual-EM. Die Weltranglisten-13. Schenk musste sich im Halbfinale trotz einer starken Leistung der an Nummer zwei gesetzten  All-England-Siegerin Tine Rasmussen aus Dänemark mit 6:21, 21:16, 13:21 geschlagen geben. Die 25 Jahre alte Deutsche holte damit bereits ihre vierte EM-Medaille nach Bronze im Damendoppel 2004, Silber im Damendoppel 2006 (jeweils mit Nicole Grether) und Bronze 2006 im Dameneinzel. Ein rein deutsches Endspiel im Dameneinzel gab es in der EM-Geschichte bislang nur bei der EM-Premiere 1968 in Bochum, als Irmgard Latz gegenMarieluise Wackerow siegte.

Hopp/Kindervater, in der Weltrangliste an Position 21 notiert, boten gegen die seit 2002 bei der Individual-EM unbesiegten Dänen Jens Eriksen/Martin Lundgaard Hansen eine gute Leistung, unterlagen im Kampf um den Einzug ins Endspiel aber letztlich mit 23:21, 16:21, 8:21.

DBV mit fünf Aktiven in Peking vertreten
Fest steht nun, dass der Deutsche Badminton-Verband e. V. (DBV) mit insgesamt fünf Aktiven bei den Olympischen Spielen (08.-24.08.2008) vertreten sein wird. Nach Huaiwen Xu im Dameneinzel und Marc Zwiebler im Herreneinzel haben auch Juliane Schenk (Dameneinzel) und das Mixed Kristof Hopp/Birgit Overzier (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) das Ticket für Peking sicher. Ausschlaggebend waren bei Juliane Schenk das Erreichen des EM-Halbfinals und bei den Weltranglisten-13. Hopp/Overzier die Ergebnisse der Konkurrenz bei den parallel zur EM stattfindenden Asienmeisterschaften. Juliane Schenk bestreitet damit im August ebenso ihre zweiten Olympischen Spiele wie Huaiwen Xu. 

Die deutschen Olympiateilnehmer seit 1992:
(zusammengestellt von Horst Rosenstock, DBV-Archiv)

1992 Barcelona (ESP)
HE: Stephan Kuhl, 1. Runde
DE: Katrin Schmidt, 2. Runde, Kerstin Ubben, 1. Runde
HD: Stephan Kuhl / Stefan Frey, 1. Runde
DD: Katrin Schmidt / Kerstin Ubben, Achtelfinale
MX: -

1996 Atlanta (USA)
DE: -
HE: Michael Helber, 2. Runde, Oliver Pongratz, 1. Runde
HD: Michael Helber / Michael Keck, Achtelfinale
DD: Katrin Schmidt / Kerstin Ubben, Achtelfinale
MX: Michael Keck / Karen Stechmann, 1. Runde

2000 Sydney (AUS)
HE: -
DE: Nicole Grether, Achtelfinale
HD, Michael Helber / Björn Siegemund, 1. Runde
DD: Nicole Grether / Karen Stechmann, Achtelfinale
MX: Michael Keck / Nicol Pitro, Achtelfinale, Björn Siegemund / Karen Stechmann, 1. Runde

2004 Athen (GRE)
HE: Björn Joppien, Achtelfinale
DE: Huaiwen Xu, 1. Runde, Juliane Schenk, 1. Runde
HD: -
DD: Nicole Grether / Juliane Schenk, Achtelfinale
MX: Björn Siegemund / Nicol Pitro, Achtelfinale

2008 Peking (CHN)
HE: Marc Zwiebler
DE: Huaiwen Xu, Juliane Schenk
DD: -
HD: -
MX: Kristof Hopp/Birgit Overzier


Drei Medaillen für das deutsche Team
Titelverteidigerin Huaiwen Xu (1. BC Bischmisheim/Nr. 3/4), die EM-Dritte von 2006 im Dameneinzel, Juliane Schenk (EBT Berlin/Nr. 3/4), und das Herrendoppel Kristof Hopp/Ingo Kindervater (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel/Nr. 3/4) haben bei den Europameisterschaften im dänischen Herning eine Medaille sicher.

Die 32 Jahre alte Weltranglistenachte Xu gewann ihre Viertelfinalpartie gegen die Bulgarin Petya Nedelcheva (Nr. 5/8) mit 22:20, 21:19. In der Vorschlussrunde trifft die zweimalige WM-Dritte am Samstag auf die französische Weltranglistensechste und bei der EM an Position eins notierte Hongyan Pi. Schenk, 13. der Weltrangliste, zog kampflos ins Halbfinale ein, da die Engländerin Tracey Hallam (Nr. 5/8) nicht zu ihrem Viertelfinalmatch antrat. Olympia-Kandidatin Schenk gewann damit ihre vierte EM-Medaille nach Bronze im Damendoppel 2004, Silber im Damendoppel 2006 (jeweils mit Nicole Grether) und Bronze 2006 im Dameneinzel. In der Vorschlussrunde muss sich die 25-Jährige mit All-England-Siegerin und Mitfavoritin Tine Rasmussen (Dänemark/Nr. 2) auseinandersetzen.

Hopp/Kindervater bezwangen die Engländer Robert Adcock/Robin Middleton (Nr. 5/8) problemlos mit 21:17, 21:11 und treffen im Halbfinale nun auf die an Nummer zwei gesetzten Lokalmatadoren Jens Eriksen/Martin Lundgaard Hansen (Dänemark).

Ausgeschieden ist trotz einer hervorragenden Leistung Dieter Domke (EBT Berlin). Der 21-Jährige, der in der zweiten Runde den Deutschen Meister Marc Zwiebler (1. BC Beuel) ausgeschaltet hatte und erstmals in seiner Karriere im Viertelfinale eines internationalen Turniers stand, unterlag Jan Jörgensen aus Dänemark in der Runde der besten acht Herren mit 17:21, 18:21. Im Herreneinzel stehen damit drei Dänen in der Vorschlussrunde.

Auch für Ingo Kindervater/Kathrin Piotrowski (1. BC Beuel/BV Wesel Rot-Weiss/Nr. 5/8) im Mixed sind die Medaillenträume nach der 19:21, 15:21-Niederlage gegen die Weltranglisten-12., Robert Mateusiak/Nadiezda Kostiuczyk (Nr. 3/4), aus Polen in der Runde der besten acht Paarungen geplatzt. Die Deutschen Meister Michael Fuchs/Roman Spitko (beide 1. BC Bischmisheim/Nr. 5/8) mussten sich im Herrendoppel ebenfalls geschlagen geben. Das Duo unterlag Erwin Kehlhoffner/Svetoslav Stoyanov (Frankreich) mit 15:21, 21:16, 15:21.


Sechs Viertelfinals mit deutscher Beteiligung
Titelverteidigerin Huaiwen Xu (1. BC Bischmisheim/Nr. 3/4) und die EM-Dritte von 2006, Juliane Schenk (EBT Berlin/Nr. 3/4), stehen bei den Europameisterschaften im dänischen Herning ebenso im Viertelfinale des Individualwettbewerbs (16.-20.04.2008) wie Dieter Domke (EBT Berlin), Ingo Kindervater/Kathrin Piotrowski (1. BC Beuel/BV Wesel Rot-Weiss/Nr. 5/8), Michael Fuchs/Roman Spitko (beide 1. BC Bischmisheim/Nr. 5/8) und Kristof Hopp/Ingo Kindervater (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel/Nr. 3/4). 

Die zweimalige WM-Dritte Xu, die bereits für die Olympischen Spiele 2008 qualifiziert ist, gewann ihre Achtelfinalpartie im Dameneinzel gegen die Russin Ella Diehl (Nr. 9/16) mit 19:21, 21:14, 21:9. Xu trifft nun auf die Bulgarin Petya Nedelcheva (Nr. 5/8). Schenk setzte sich in der Runde der besten 16 Spielerinnen mit 21:16, 21:18 gegen die Schwedin Sara Persson (Nr. 9/16) durch. Damit ist die 25-Jährige, die noch um das Ticket für Peking kämpft, weiter auf einem guten Weg in Richtung Olympia. Die Qualifikationsphase endet am 30.04.2008. Nächste Gegnerin der Deutschen Vizemeisterin ist Tracey Hallam aus England (Nr. 5/8). 

Hervorragend präsentierte sich der erst 21 Jahre alte Dieter Domke. Der Vizeeuropameister der Jugend von 2005 bezwang in der zweiten Runde des Herreneinzel zunächst den Deutschen Meister Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Nr. 3/4) mit 21:15, 21:13 und gewann wenige Stunden später auch noch seine Achtelfinalpartie gegen den Dänen Peter Mikkelsen (Nr. 9/16) mit 21:17, 16:21, 21:18. In der Runde der besten Acht trifft Domke nun auf Mikkelsens Landsmann Jan Jörgensen. „Dieter hat sehr gut gegen Marc gespielt“, lobte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz den besten deutschen Spieler bei der EM im Herreneinzel. Für Zwiebler hat das Ausscheiden in Runde zwei keine negativen Konsequenzen im Hinblick auf Peking 2008. Wie Martin Kranitz mitteilte, ist der Student, der zwischen 2005 und 2007 aufgrund von Rückenproblemen fast anderthalb Jahre keine Wettkämpfe bestreiten konnte, für die Olympischen Spiele qualifiziert!

Für den siebenmaligen nationalen Titelträger Björn Joppien (FC Langenfeld/Nr. 9/16) ist das Turnier ebenfalls bereits beendet. Der 27-Jährige scheiterte in Runde zwei mit 14:21, 15:21 an Valeriy Atrashchenkov aus der Ukraine. Sven Eric Kastens (VfL 93 Hamburg) musste sich in der gleichen Runde in zwei knappen Sätzen (19:21, 19:21) dem Iren Scott Evans (Nr. 9/16) geschlagen geben.

Im Mixed erreichten Ingo Kindervater/Kathrin Piotrowski (1. BC Beuel/BV Wesel Rot-Weiss/Nr. 5/8) durch einen 21:15, 21:12-Erfolg über die Engländer Robin Middleton/Jenny Wallwork das Viertelfinale. Darin treffen die Deutschen Meister auf die Weltranglisten-12., Robert Mateusiak/Nadiezda Kostiuczyk (Nr. 3/4), aus Polen. Ausgeschieden sind hingegen die Deutschen Vizemeister Kristof Hopp/Birgit Overzier (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel/Nr. 5/8). Die Weltranglisten-13. mussten sich in der Runde der besten 16 Paarungen mit 15:21, 9:21 den starken Dänen Carsten Mogensen/Helle Nielsen geschlagen geben. Inwieweit das frühe Aus negative Folgen für die Teilnahme von Hopp/Overzier an den Olympischen Spielen hat, ist aktuell noch nicht abzusehen. „Dies ist schwierig zu sagen. Man muss abwarten, was in Asien passiert“,
sagte Martin Kranitz und spielte damit auf die parallel zur EM stattfindenden Asienmeisterschaften an, wo die Konkurrenz des DBV-Duos im Kampf um das Olympia-Ticket viele Weltranglistenpunkte zu sammeln versucht.

Problemlos zogen im Herrendoppel die Deutschen Meister Michael Fuchs/Roman Spitko (beide 1. BC Bischmisheim/Nr. 5/8) sowie Kristof Hopp/Ingo Kindervater (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel/Nr. 3/4) jeweils ins Viertelfinale ein. Fuchs/Spitko verbuchten einen 21:14, 21:9-Erfolg über Steinar Klausen/Hallstein Oma aus Norwegen, Hopp/Kindervater bezwangen die Niederländer Jorrit De Ruiter/Jürgen Wouters mit 21:15, 22:20. Das einzige Damendoppel im Wettbewerb, Janet Köhler/Annekatrin Lillie (EBT Berlin/BW Wittorf), unterlag in Runde zwei den an Position 5/8 notierten Russinnen Valeria Sorokina/Nina Vislova mit
21:13, 21:11.



Erfolgreicher Auftakt
Titelverteidigerin Huaiwen Xu (1. BC Bischmisheim/Nr. 3/4) hat bei den Europameisterschaften im dänischen Herning souverän die zweite Runde des Individualwettbewerbs (16.-20.04.2008) im Dameneinzel erreicht. Die 32 Jahre alte Weltranglistenachte besiegte die Polin Kamila Augustyn binnen 22 Minuten mit 21:12, 21:12. Nächste Gegnerin der zweimaligen WM-Dritten und fünfmaligen Deutschen Meisterin ist am Donnerstag Linda Sloan aus Schottland. In Runde zwei steht auch die EM-Dritte von 2006 im Dameneinzel, Juliane Schenk (EBT Berlin/Nr. 3/4). Die 25-Jährige bezwang in ihrem Auftaktmatch Saara Hynninen aus Finnland mühelos mit 21:10, 21:9. Die Deutsche Vizemeisterin trifft nun auf die Schweizerin Jeanine Cicognini. Ausgeschieden sind hingegen Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) und Janet Köhler (EBT
Berlin), wobei Karin Schnaase gegen die an Position zwei notierte Mitfavoritin Tine Rasmussen (Dänemark) insbesondere im ersten Satz zunächst stark agierte (14:21, 7:21). 

Im Herreneinzel bezwang der Deutsche Meister Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Nr. 3/4) den Weißrussen Aleksei Konakh nach 18 Minuten mit 21:7, 21:9 und steht damit ebenso in der zweiten Runde wie der siebenmalige nationale Titelträger Björn Joppien (FC Langenfeld/Nr. 9/16), der sich mit 21:16, 21:8 gegen den Niederländer Rune Massing durchsetzte. Zwiebler trifft nun auf Dieter Domke (EBT Berlin), der ebenfalls sein Auftaktmatch erfolgreich bestritt. Auch Sven Eric Kastens (VfL 93 Hamburg) erreichte Runde zwei. 

Im Mixed stehen die Deutschen Meister Ingo Kindervater/Kathrin Piotrowski (1. BC Beuel/BV Wesel Rot-Weiss) ebenso im Achtelfinale wie die Vizemeister Kristof Hopp/Birgit Overzier (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel). Ausgeschieden sind dagegen die kurzfristig formierten Paarungen Michael Fuchs/Karin Schnaase (1. BC Bischmisheim/SC Union Lüdinghausen) in Runde zwei und Johannes Schöttler/Annekatrin Lillie (EBT Berlin/BW Wittorf) in Runde eins. Letztere mussten sich allerdings erst in drei extrem knappen Sätzen einem polnischen Duo geschlagen geben.

Individualwettbewerb ohne Mette und Dettmann
Bitter für Carina Mette (SC Union Lüdinghausen) und Tim Dettmann (EBT Berlin): Die Doppel- und Mixedspezialisten mussten ihre Teilnahme am Individualwettbewerb aus gesundheitlichen Gründen absagen. Die 25 Jahre alte Carina Mette leidet schon seit längerer Zeit an Rückenproblemen, der gleichaltrige Tim Dettmann hat Knieprobleme. Carina Mette wäre im Damendoppel zusammen mit Birgit Overzier (1. BC Beuel) an den Start gegangen, mit der sie im Februar 2008 den Titel bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld gewann. Das Duo war als beste deutsche Paarung in dieser Disziplin an Setzplatz 5/8 notiert. Außerdem wollte Carina Mette gemeinsam mit Michael Fuchs (1. BC Bischmisheim) im Mixed antreten. Eine Chance, sich für die Olympischen Spiele 2008 zu qualifizieren, hatte die Nationalspielerin allerdings sowohl im Damendoppel als auch im Mixed nicht mehr. Die Qualifikationsphase für Peking endet am 30.04.2008. Tim Dettmann wäre im Mixed zusammen mit Annekatrin Lillie (BW Wittorf) gestartet, mit der er 2007 DM-Gold gewann. Auch er kann sich für Peking 2008 kein Ticket mehr sichern. Annekatrin Lillie spielt nun zusammen mit Johannes Schöttler (EBT Berlin), Michael Fuchs tritt gemeinsam mit Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) an. Im Damendoppel gibt es keine neue Paarung.

Huaiwen Xu ist Titelverteidigerin
Die zweimalige WM-Dritte und EM-Titelverteidigerin Huaiwen Xu (1. BC Bischmisheim) trifft zum Auftakt des Individualwettbewerbs am Mittwoch um 18.00 Uhr auf Kamila Augustyn (Polen). Juliane Schenk spielt um 18.45 Uhr gegen Saara Hynninen aus Finnland, gegen die sie bereits im Mannschaftswettbewerb deutlich gewann. Bei den Herren muss sich der Deutsche Meister Marc Zwiebler (1. BC Beuel) um 20.15 Uhr mit dem Weißrussen Aleksei Konakh auseinandersetzen, Björn Joppien bestreitet sein Erstrundenmatch um 20.35 Uhr gegen den Niederländer Rune Massing. Ebenso wie für Juliane Schenk und Marc Zwiebler geht es auch für Kristof Hopp und Birgit Overzier (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) weiterhin um wertvolle Punkte für die Olympiaqualifikation. Das in der Weltrangliste bestplatzierte deutsche Mixed (13.) hat in der ersten Runde ein Freilos und trifft am Mittwoch in der zweiten Runde auf eine Paarung aus Russland oder Irland. Im Falle eines Sieges der Osteuropäer in der ersten Runde müsste sich Birgit Overzier wie schon am Dienstag im Rahmen des Teamwettbewerbs – darin allerdings im Damendoppel – mit Valeria Sorokina auseinandersetzen.


DBV-Auswahl auf Platz fünf
Die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes e. V. (DBV) hat bei den Team-Europameisterschaften für gemischte Mannschaften vom 12.-15.04.2008 im dänischen Herning das Spiel um Platz fünf gegen Russland mit 3:2 gewonnen. Die Punkte für das deutsche Team, EM-Vierter von 2006, holten der siebenmalige Deutsche Meister Björn Joppien (FC Langenfeld) im Herreneinzel, die Deutsche Vizemeisterin Juliane Schenk (EBT Berlin) im Dameneinzel und die Deutschen Meister im Herrendoppel, Roman Spitko/Michael Fuchs (beide 1. BC Bischmisheim). Nachdem die Mannschaft von Bundestrainer Detlef Poste am Sonntagabend durch eine 2:3- Niederlage im abschließenden Gruppenspiel gegen Polen den Einzug ins Halbfinale verpasst hatte, setzte sie sich am Montag im ersten Match der Platzierungsrunde um die Ränge 5-8 mit 3:0 gegen die Ukraine durch.

Bei der letzten EM, 2006 im niederländischen Den Bosch, waren die Deutschen im Halbfinale mit 1:3 am späteren Goldmedaillengewinner Dänemark gescheitert. Das „kleine Finale“ verlor die DBV-Auswahl damals mit 2:3 gegen England. In Herning erwischte die deutsche Mannschaft in der Partie um Rang 5 gegen Russland keinen guten Start: Die Deutschen Meister Ingo Kindervater/Kathrin Piotrowski (1. BC Beuel/BV Wesel Rot-Weiss) mussten sich zum Auftakt in einem äußerst knappen Match mit 21:14, 21:23, 18:21 Evgenij Dremin und Anastasia Russkikh geschlagen geben. Anschließend holte Björn Joppien
beim 21:10, 25:23 über Stanislav Pukhov zwar den ersten Punkt für die DBV-Auswahl, doch das Damendoppel Birgit Overzier/Karin Schnaase (1. BC Beuel/SC Union Lüdinghausen) unterlag nachfolgend binnen 24 Minuten mit 8:21, 7:21 den Weltranglisten-25. Nina Vislova/Valeria Sorokina. Juliane Schenk behielt im wichtigen vierten Match die Nerven und setzte sich mit 16:21, 21:13, 21:9 gegen Ella Diehl durch. Roman Spitko/Michael Fuchs machten es am Ende noch einmal spannend: Gegen Evgenij Dremin/Stanislav Pukhov gewannen sie den ersten Durchgang mit 21:13, lagen im zweiten dann aber mit 17:20 zurück. Die folgenden Ballwechsel waren ein regelrechter Krimi (u. a. 20:20, 21:20, 21:21, 21:22, 22:22, 22:23), den die Deutschen schließlich mit 25:23 für sich entscheiden konnten.

Deutschland – Russland 3:2
MX: Ingo Kindervater/Kathrin Piotrowski (1. BC Beuel/BV Wesel Rot-Weiss) – Evgenij Dremin/Anastasia Russkikh 21:14, 21:23, 18:21
HE: Björn Joppien (FC Langenfeld) – Stanislav Pukhov 21:10, 25:23
DD: Birgit Overzier/Karin Schnaase (1. BC Beuel/SC Union Lüdinghausen) – Nina Vislova/Valeria Sorokina 8:21, 7:21
DE: Juliane Schenk (EBT Berlin) – Ella Diehl 16:21, 21:13, 21:9
HD: Roman Spitko/Michael Fuchs (beide 1. BC Bischmisheim) – Evgenij Dremin/Stanislav Pukhov 21:13, 25:23

Finale Dänemark - England
Dänemark erneut mit dem Team siegreich Den Titel des Team-Europameisters verteidigte Dänemark am Dienstagabend mit einem 3:0-Sieg über England erfolgreich. Für die Dänen war dies der siebte Triumph in Folge seit 1996. Während der EM-Gastgeber seit 1996 ununterbrochen die Goldmedaille gewann, waren die Engländer zuletzt 1984 erfolgreich. Dänemark hatte am Montag in einer Neuauflage des letztmaligen Endspiels die Niederlande mit 3:0 besiegt. England hatte sich mit dem gleichen Ergebnis gegen Deutschlands Vorrundengegner aus Polen durchgesetzt. Das „kleine Finale“ gewannen diese dann mit 3:1 gegen die Niederlande und verbuchten damit ihre beste EM Platzierung in der Geschichte.

Die Europameister seit 1972:
Dänemark: 1976, 1980, 1986, 1988, 1990, 1996, 1998, 2000, 2002, 2004, 2006
England: 1972, 1974, 1978, 1982, 1984
Schweden: 1992, 1994

Hinweis: Eine komplette Ergebnisliste seit 1972 finden Sie auf der Homepage des europäischen Badminton-Verbandes Badminton Europe unter www.eurobadminton.org (Rubrik About BE, History & Yearbook, Badminton Europe Events, historic results). Quelle: Badminton Europe


DBV-Auswahl spielt um Platz fünf
Die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes e. V. (DBV) hat bei den Team-Europameisterschaften für gemischte Mannschaften vom 12.-15.04.2008 im dänischen Herning mindestens Platz sechs erreicht. In der Platzierungsrunde um die Ränge 5-8 verbuchte das deutsche Team am Montagmittag einen 3:0-Erfolg über die Ukraine. Am Dienstag um 14.00 Uhr geht es für die DBV-Asse nun gegen Russland um Platz fünf. Die Mannschaft von Bundestrainer Detlef Poste hatte am Sonntagabend den Einzug ins Halbfinale verpasst, da sie in ihrem abschließenden Vorrundenspiel Polen mit 2:3 unterlag.

Bei der letzten EM, 2006 im niederländischen Den Bosch, waren die Deutschen im Halbfinale mit 1:3 am späteren Goldmedaillengewinner Dänemark gescheitert und hatten letztlich Platz vier belegt. Das „kleine Finale“ verlor die DBV-Auswahl damals mit 2:3 gegen England. Als erste Mannschaft erreichte bei den aktuellen Titelkämpfen England das Endspiel. Die EMDritten von 2006 setzten sich in der Vorschlussrunde mit 3:0 gegen Polen durch. England trifft im Finale auf Titelverteidiger und Gastgeber Dänemark oder die Niederlande, die am Montagabend (18.00 Uhr) in einer Neuauflage des letztmaligen Endspiels aufeinander treffen. 2006 hatten die Dänen die damaligen Gastgeber mit 3:1 besiegt. 

Im Auftaktspiel der DBV-Auswahl gegen die Ukraine setzten sich die Deutschen Meister Roman Spitko/Michael Fuchs mit 21:16, 21:18 gegen Vitaly Konov/Dmytro Zavadsky durch. Marc Zwiebler, nationaler Champion im Herreneinzel, steuerte mit dem nachfolgenden 21:16, 25:23-Sieg gegen Valeriy Atrashchenkov den zweiten Punkt für das deutsche Team bei. Dabei ließ sich der 24- Jährige auch beim Stand von 22:22 im zweiten Satz nicht aus der Ruhe bringen. Die fünfmalige Deutsche Meisterin und aktuelle Weltranglistenachte, Huaiwen Xu, machte anschließend mit dem 21:16, 21:15 über Mariya Diptan den Triumph des DBV-Teams perfekt.


DBV-Auswahl verpasst Halbfinal-Einzug
Die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes e. V. (DBV) hat bei den Team-Europameisterschaften für gemischte Mannschaften vom 12.-15.04.2008 im dänischen Herning den Einzug ins Halbfinale verpasst. Nach den beiden 5:0-Kantersiegen am Samstag zum Auftakt gegen Bulgarien und am Sonntag gegen Finnland unterlag das Team von Chef-Bundestrainer Detlef Poste im letzten Gruppenspiel der Vorrundengruppe D den bis dato ebenfalls zweimal siegreichen Polen mit 2:3. Damit spielt die deutsche Mannschaft nun als Gruppenzweiter um die Plätze 5-8. Nächster Gegner der DBV-Auswahl ist am Montag um 14.00 Uhr die Ukraine, die in Vorrundengruppe B Platz zwei belegte.

„Die Partie gegen die Polen wird darüber entscheiden, ob wir um die Plätze 1-4 oder 5-8 spielen. Das wird ein harter Kampf“, hatte der Chef-Coach vor EM-Beginn prophezeit. Und seine Vorahnung bewahrheitete sich am Sonntagabend. Zunächst mussten sich die Weltranglisten-13. Kristof Hopp/Birgit Overzier dem Duo Michael Logosz/Nadiezda Kostiuczyk binnen 31 Minuten mit 10:21, 17:21 geschlagen geben,  anschließend unterlag der Deutsche Meister Marc Zwiebler dem für den Bundesligisten FC Langenfeld aufschlagenden Przemyslaw Wacha ebenfalls in zwei Durchgängen (14:21, 21:23). Die Weltranglistenachte Huaiwen Xu ließ danach zwar Agnieszka Wojtkowska beim 21:3, 21:3 innerhalb von 17 Minuten keine Chance und holte damit den ersten Punkt für Deutschland. Jedoch mussten nachfolgend Juliane Schenk und Kathrin Piotrowski gegen die Weltranglisten-20. Kamila Augustyn/Nadiezda Kostiuczyk in einer hart umkämpften Partie eine 25:27, 21:11, 14:21- Niederlage hinnehmen. Der Sieg für die Osteuropäer war damit perfekt. Im abschließenden Herrendoppel gewannen Michael Logosz/Przemyslaw Wacha den ersten Satz gegen Roman Spitko/Michael Fuchs mit 17:21 und beendeten dann die Partie.

Polen trifft im Halbfinale auf England, die andere Vorschlussrundenpartie bestreiten Gastgeber Dänemark und die Niederlande. „Die Polen waren heute einen Tick besser als wir. Das muss man eingestehen. Sie  haben zurecht gewonnen. Nun versuchen wir morgen und übermorgen noch das Beste herauszuholen“, sagte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz. Die ersten beiden Gruppenspiele waren für die DBV-Auswahl - wie im Vorfeld erhofft - eine klare Angelegenheit. Gegen Bulgarien machte insbesondere der Deutsche Meister Marc Zwiebler mit  seinem Gegner kurzen Prozess: Der 24-Jährige besiegte im Herreneinzel Blagovest Kisyov binnen 21 Minuten mit 21:12, 21:10. Das deutsche Herrendoppel und das DBV-Mixed kamen jeweils nach 28 Minuten zum Sieg.

In der Partie gegen Finnland konnte Juliane Schenk schon einmal ihre Erstrundengegnerin im Individualwettbewerb (16.-20.04.2008) „testen“: Die Deutsche Vizemeisterin hatte beim 21:15, 21:13 über Saara Hynninen keinerlei Schwierigkeiten. Am Mittwochabend stehen sich beide erneut gegenüber. Ebenfalls in zwei Sätzen gewannen Roman Spitko/Johannes Schöttler im Herrendoppel und Einzelspezialistin Huaiwen Xu an der Seite von Birgit Overzier im Damendoppel ihre Matches. Zwei Spielerinnen durften am Wochenende übrigens ein Jubiläum feiern: Kathrin Piotrowski bestritt gegen Bulgarien ihr 50. Länderspiel, Huaiwen Xu ihr 50. gegen Finnland!


Medaillen im Visier
Titelverteidigerin Huaiwen Xu (1. BC Bischmisheim) führt das Aufgebot des Deutschen Badminton-Verbandes e. V. (DBV) bei den Europameisterschaften vom 12.-20. April 2008 im dänischen Herning an. Vom 12.-15.04. findet zunächst der Teamwettbewerb statt, vom 16.-20.04. ermitteln die besten Spielerinnen und Spieler des Kontinents in den Individualwettbewerben die Medaillengewinner/innen.

Teamwettbewerb
Die Mannschaften setzen sich aus Damen und Herren zusammen, sind also „gemischt“. Deutschland trifft in Gruppe D auf Polen, Finnland und Bulgarien. Insbesondere die Polen sind in den vergangenen Monaten sehr stark geworden. „Die Partie gegen sie wird darüber entscheiden, ob wir um die Plätze 1-4 oder 5-8 spielen. Das wird ein harter Kampf. Gerade in den Doppeldisziplinen sind sie sehr stark. Und der DBV kann nicht mit seinem besten Damendoppel antreten“, sagt Chef-Bundestrainer Detlef Poste. Vom deutschen Spitzendoppel Nicole Grether/Juliane Schenk (beide EBT Berlin), das vor zwei Jahren EM-Silber gewann, musste Nicole Grether aufgrund einer Achillessehnenverletzung lange pausieren, so dass das Duo seine zweite Olympia-Teilnahme verpasste. Ziel des DBV-Teams ist es die Gruppe zu gewinnen, um in den Medaillenkampf eingreifen zu können. Die jeweils Zweitplatzierten in den einzelnen Gruppen (A-D) können „nur“ noch um die Plätze 5-8 antreten. 2006 verpasste Deutschland als Vierter hinter Dänemark, den Niederlanden und England knapp Edelmetall.
„Die EM wird ein langes, hartes Turnier. Wir werden sehen, dass wir die Leute, die noch Qualifikationschancen für Olympia haben, im Teamwettbewerb nicht überbelasten“, erläutert Detlef Poste.

Individualwettbewerb …
An den Teamwettbewerb schließt sich vom 16.-20.04.2008 unmittelbar der Individualwettbewerb an. In allen fünf Disziplinen sind jeweils 64 Teilnehmer/innen bzw. Paarungen am Start. „Wir haben zahlreiche Spielerinnen und Spieler bzw. Paare auf Setzplätzen. Wir erhoffen uns, drei bis vier Medaillen zu erspielen“, sagt der Chef-Bundestrainer. Bei den letzten Titelkämpfen, 2006 in den Niederlanden, gewann der DBV durch Huaiwen Xu (Gold im Dameneinzel), Juliane Schenk (Bronze im Dameneinzel) und das Damendoppel Juliane Schenk/Nicole Grether (Silber) drei Medaillen.

Härteste Konkurrentinnen der 32 Jahre alten aktuellen Weltranglistenachten Huaiwen Xu, die im Individualwettbewerb an Position 3/4 gesetzt ist, sind die Französin Pi Hongyan (Frankreich/Nr. 1) und Lokalmatadorin Tine Rasmussen (Nr. 2). Die Dänin konnte seit September 2007 drei Super-Series-Turniere gewinnen und arbeitete sich in der Weltrangliste des Badminton-Weltverbandes BWF auf Rang sieben vor. Aber auch die zweimalige WM-Dritte Huaiwen Xu (2005, 2006) war bei den letzten Top-Turnieren gut in Form. Detlef Poste erwartet im Dameneinzel einen besonders spannenden Kampf um EM-Gold. Um die Medaillen will auch Juliane Schenk (EBT Berlin/Nr. 3/4) spielen. Die 25 Jahre alte deutsche Vizemeisterin gewann bei der EM 2006 Bronze in dieser Disziplin und ist als derzeitige Weltranglisten-13. viertbeste Europäerin in der Welt. Während sich Huaiwen Xu in der ersten Runde am Mittwoch (16.04.) mit der für den Bundesligisten FC Langenfeld spielenden Polin Kamila Augustyn auseinandersetzen muss, trifft Juliane Schenk zum Auftakt auf die Finnin Saara Hynninen.

Gespannt sein darf man auch auf den Auftritt des Deutschen Meisters Marc Zwiebler (1. BC Beuel) im Herreneinzel, der durch die Absage von Titelverteidiger Peter Gade (Dänemark) aus gesundheitlichen Gründen nun Setzplatz 3/4 belegt. Der 24-Jährige bestreitet seine Erstrundenpartie gegen den Weißrussen Aleksei Konakh. 

… und dessen Bedeutung für die Olympia-Qualifikation
Während die zweimalige WM-Dritte Huaiwen Xu als einzige DBV-Akteurin ihr Olympia-Ticket bereits „gebucht“ hat, müssen sich andere noch qualifizieren. Die Qualifikationsphase endet am 30.04.2008, so dass die Europameisterschaften eine der letzten Möglichkeiten sind, Weltranglistenpunkte zu sammeln. Im Herreneinzel ist Marc Zwiebler nach Einschätzung von Bundestrainer Detlef Poste „zu 90 Prozent qualifiziert“. Der Student muss sich in der „bereinigten“ Weltrangliste vom 01.05.2008 unter den ersten 20 befinden. Als derzeitiger 31. hat er sehr gute Chancen dies zu schaffen. Schließlich werden noch einige Athleten, die vor ihm platziert sind, „gestrichen“, da ihre Nationen das maximale Startkontingent bereits ausgeschöpft haben. Der 24-Jährige, der zwischen 2005 und 2007 aufgrund eines Bandscheibenvorfalls etwa anderthalb Jahre keine Wettkämpfe bestreiten konnte, hat sich seit seinem Wiedereinstieg ins internationale Geschehen auf Turniere in Europa konzentriert und seit September 2007 gleich sechs davon gewonnen.

Im Dameneinzel hat Juliane Schenk die Möglichkeit, als zweite deutsche Spielerin im Einzel in Peking dabei zu sein. Dafür muss die Sportsoldatin unter die ersten 16 der unbereinigten Weltrangliste kommen. Derzeit ist sie 13. und wäre damit qualifiziert, sie muss jedoch noch einige Konkurrentinnen auf Distanz halten.

Hervorragende Chancen auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 haben auch Kristof Hopp/Birgit Overzier (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) im Mixed. Der zweite Platz bei den India Open, einem Turnier der Kategorie Grand-Prix-Gold, in der Woche vor der EM brachte noch einmal wertvolle Punkte für die Weltrangliste. Aktuell belegt das Duo darin Rang 13. Eher unwahrscheinlich ist das „Unternehmen Peking“ für Kathrin Piotrowski und Ingo Kindervater (BV Wesel Rot-Weiss/1. BC Beuel), die derzeit in der Weltrangliste auf Rang 17 geführt werden. Ebenso ist die Chance für das beste deutsche Herrendoppel, Kristof Hopp/Ingo Kindervater (Weltranglisten-20.), nur noch minimal.

In den Doppeldisziplinen muss von den deutschen Duos der 13. Rang erreicht werden. Im Herrendoppel sehe man, so Detlef Poste, dass die Regeländerungen der BWF tatsächlich zum „Worst Case“ geführt haben: Die 13 Plätze werden von nur sieben Nationen belegt: China, Korea, Japan, Indonesien, Malaysia und Dänemark sind jeweils mit zwei Paarungen dabei, hinzu kommt ein Duo aus Hongkong. Der DBV hat bereits angemerkt, dass die Reduzierung von 16 auf 13 Startplätze als nicht sinnvoll erachtet wird. „Wir müssen sehen, dass wir die Regel für 2012 verbessert bekommen“, meint der Bundestrainer.

Die Europameisterschaften haben den Stellenwert eines Grand-Prix-Gold-Turniers. Insofern werden in Herning noch viele Weltranglistenpunkte verteilt. So erhält der Sieger in jeder Disziplin 7.000 Zähler. Aber: Die asiatischen Spieler tragen parallel zur EM ihre kontinentalen Titelkämpfe aus und können somit ebenfalls noch kräftig Weltranglistenpunkte sammeln. 
 

Die Gemeldeten des DBV für den Individualwettbewerb im Überblick:

Herreneinzel:
Marc Zwiebler (1. BC Beuel), Björn Joppien (FC Langenfeld), Dieter Domke (EBT Berlin), Sven Eric Kastens (VfL 93 Hamburg)
Dameneinzel:
Huaiwen Xu (1. BC Bischmisheim), Juliane Schenk (EBT Berlin), Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen), Janet Köhler (EBT Berlin)
Herrendoppel:
Kristof Hopp/Ingo Kindervater (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel), Roman Spitko/Michael Fuchs (beide 1. BC Bischmisheim)
Damendoppel:
Carina Mette/Birgit Overzier (SC Union Lüdinghausen/1. BC Beuel), Janet Köhler/Annekatrin Lillie (EBT Berlin/BW Wittorf)
Mixed:
Kristof Hopp/Birgit Overzier (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel), Ingo Kindervater/Kathrin Piotrowski (1. BC Beuel/BV Wesel Rot-Weiss), Tim Dettmann/Annekatrin Lillie (EBT Berlin/BW Wittorf), Michael Fuchs/Carina Mette (1. BC Bischmisheim/SC Union Lüdinghausen)

Damit schöpfte der DBV sein maximales Meldekontingent aus.
 

Setzplätze deutscher Spieler/innen im Individualwettbewerb:
HE:
3/4: Marc Zwiebler
9/16: Björn Joppien
DE:
3/4: Huaiwen Xu
3/4: Juliane Schenk
HD:
3/4: Kristof Hopp/Ingo Kindervater
5/8: Roman Spitko/Michael Fuchs
DD:
5/8: Carina Mette/Birgit Overzier
MX:
5/8: Kristof Hopp/Birgit Overzier
5/8: Ingo Kindervater/Kathrin Piotrowski

Im Teamwettbewerb sind vom DBV folgende Spieler/innen vorgesehen:
HE: Marc Zwiebler, Björn Joppien
DE: Huaiwen Xu, Juliane Schenk, Karin Schnaase
HD: Kristof Hopp/Ingo Kindervater, Roman Spitko/Michael Fuchs, Tim Dettmann/Johannes Schöttler (beide EBT Berlin)
DD: Carina Mette/Birgit Overzier, Kathrin Piotrowski/Juliane Schenk
MX: Kristof Hopp/Birgit Overzier, Ingo Kindervater/Kathrin Piotrowski

Die Gruppenspiele des deutschen Teams:
1.) Samstag, 12.04.2008, 14 Uhr: Deutschland – Bulgarien
2.) Sonntag, 13.04.2008, 10 Uhr: Deutschland – Finnland
3.) Sonntag, 13.04.2008, 18 Uhr: Deutschland – Polen
 
 

Medaillengewinner bei den letzten Europameisterschaften, 2006 in Den Bosch (Niederlande)

Team (Mixed):
Gold: Dänemark
Silber: Niederlande
Bronze: England
Platz 4: Deutschland

Herreneinzel
Gold: Peter Gade (DEN/Nr. 1)
Silber: Kenneth Jonassen (DEN/Nr. 2)
Bronze: Joachim Persson (DEN/Nr. 5/8)
Bronze: Niels Christian Kaldau (DEN/Nr. 3/4)

Dameneinzel
Gold: Huaiwen Xu (GER/Nr. 2)
Silber: Mia Audina Tjiptawan (NED/Nr. 3/4)
Bronze: Yao Jie (NED/Nr. 5/8)
Bronze: Juliane Schenk (GER/Nr. 3/4)

Herrendoppel
Gold: Martin Lundgaard Hansen/Jens Eriksen (DEN/Nr. 1)
Silber: Carsten Mogensen/Mathias Boe (DEN/Nr. 2)
Bronze: Robert Mateusiak/Michal Logosz (POL/Nr. 3/4)
Bronze: Robert Blair/Anthony Clark (ENG/Nr. 3/4)

Damendoppel
Gold: Donna Kellogg/Gail Emms (ENG/Nr. 1)
Silber: Juliane Schenk/Nicole Grether (GER/Nr. 2)
Bronze: Elin Bergblom/Johanna Persson (SWE/Nr. 5/8)
Bronze: Lena Frier Kristiansen/Kamilla Juhl (DEN/Nr. 5/8)

Mixed
Gold: Thomas Laybourn/Kamilla Rytter Juhl (DEN/Nr. 3/4)
Silber: Jens Eriksen/Mette Schjoldager (DEN/Nr. 2)
Bronze: Robert Mateusiak/Nadiezda Kostiuczyk (POL/Nr. 5/8)
Bronze: Anthony Clark/Donna Kellogg (ENG/Nr. 3/4)