| Federball-Recycling im Kampf gegen
Gänsefeder-Knappheit
Die Medien berichteten
in den letzten Wochen mehrfach über die Folgen der Vogelgrippe für
den Badmintonsport.
siehe auch badminton.de
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Ulrich Schaaf, NRW-Präsident
und Badmintonversandhändler aus Hövelhof,
stand der Berliner
Zeitung Mitte März für ein Interview zur Verfügung.
Falls Naturfederbälle
nicht mehr aus den asiatischen Ländern importiert
werden dürften, sieht
er dramatische Änderungen auf unseren Sport zukommen.
Sechs Millionen Federbälle
werden in Deutschland derzeit verbraucht,
90 % davon kommen aus China.
Bis Ende des Jahres rechnet
er mit einer Verknappung und einer
Preiserhöhung von zwanzig
Prozent.
„Die Spieler müssten
sich dann aber auf Plastikbälle umstellen“
mit der Folge:
"Das ganze Badmintonspiel
würde sich schlagartig ändern." |
Auch n-tv.de
berichtet in seiner
Sport-Berichterstattung
über
knappe Gänsefedern.
Dort erläutert DBV-Vizepräsident
Gerd Pigola, EX-DDR-Meister
mit guten Kontakten zu den
östlichen Nachbarn,
den Unterschied zwischen
Plastik- und Federbällen
mit dem Resümee:
„Ästhetik des Badmintonsports
bedroht“
und
„Ohne Naturfedern geht
es nicht" . |
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Foto: Johannes Rehaag |
Dort setzten einige führende
Ballhändler an:
Sie haben in den letzten
Wochen geprüft, inwieweit
sie auf europäische
Firmen zurückgreifen können.
Die letzten Firmen in Europa,
die noch Naturfederbälle
selbst hergestellt haben,
hat es in Polen gegeben.
Dort gibt es auch noch viele
polnische Arbeiter, die
handwerklich diese Tätigkeiten
noch kennen und
auch beim derzeitigen Lohnniveau
bereit wären,
diese aufwändige Handarbeit
zu leisten.
Ziel der Überlegungen
ist es, die gebrauchten Bälle
nicht mehr wegzuwerfen,
sondern durch
Rückgabe an die
Händler einer Wiederverwertung
zuzuführen. |
Heinz Gehrke aus Bottrop,
Senioren-Europameister und
Händler aus Bottrop,
erläuterte das vorgesehene
Verfahren.
Wiederverwendbar sind
die Federn und der Kork.
Voraussetzung für die
Rückgabe und Aufbereitung ist,
dass die Feder zwar „abgespielt“,
aber noch fast komplett
vorhanden ist. Die Federbälle
werden nach dem Transport
nach Polen zunächst
zerlegt.
Die Federn werden
nach Qualität und Größe sortiert,
gedämpft und geglättet
und imprägniert.
Der Kork wird, soweit
noch brauchbar, gepresst und gestärkt.
Die alten Löcher werden
versiegelt, der Kork wird mit neuem
Leder versehen.
Jeweils 16 „runderneuerte“
Federn werden im
halbautomatischen Verfahren,
wie es vor Jahren in Polen
benutzt wurde, mit Hilfe
der noch vorhandenen alten
Maschinen der end-achtziger
Jahre mit dem Kork verbunden,
neu verschnürt und
verklebt. |
Foto: Johannes Rehaag |
Die Bälle werden dann
mit neuem Markennamen erscheinen und zunächst in einer Testphase den
National- und Landeskadern sowie Bezirksstützpunkten für Trainingszwecke
zum Kauf angeboten. Auch interessierte Vereine können sich ebenfalls
für diese Testphase zum Einstiegspreis bewerben.
So wird es in den nächsten
Tagen die ersten konkreten Angebote einiger Händler geben, beim Kauf
von Bällen (ab 25 Rollen) und gleichzeitiger Rückgabe gebrauchter
Bälle je nach Qualität zwischen 10 und 20 % Rabatt
zu erhalten und somit die Preissteigerungen in etwa aufzufangen.
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Ulrich Schaaf
(hier nach den Gesprächen
mit der Firma Yonex)
berichtete, dass die Überlegungen
noch weiter gehen:
Sofern der Kunde bereits
selbst
die Bälle zerlegt
und dabei Federn, Kork
und Rest voneinander trennt,
werden die Ersparnisse noch
größer,
da neben dem Wegfall der
Zerlege-Arbeit
auch die Transportkosten
sinken. |
Also heißt es ab
jetzt:
Bälle nicht mehr wegwerfen,
sondern sammeln und vorsortieren
nach dem Motto:
„Die Guten ins Töpfchen,
die Schlechten ins Kröpfchen“.
Es könnte sich lohnen.
Aber
leider gab es das alles nur am 1. April:
Mehr Informationen
dazu siehe auch im Forum
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