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des BLV-NRW
22.10.2003
46. YONEX German Open in Duisburg
Internationale Deutsche Badmintonmeisterschaft 2003
(30.09.-05.10.2003)

zu den Fotos von Bernd Wessels
zu den Berichten von Norbert Atorf, Fabian Dietrich, Ulrike Thomas, Günter Wagner

Weitere Fotos, Berichte und Informationen auch bei
yonex-german-open.de  Turnierhomepage
Netzroller-online.de  mit aktuellen Turnierinformationen von Klaus Hasselmann und dem milon - Live-Ticker
badminton.de  DBV-Homepage von Martin Knupp
badmintonfotos.de von Sven Heise

Finale 
(mit Klick auf die Disziplin geht's zum milon-Live-Ticker) 

DD   RA Kyung Min / LEE Kyung Won (KOR)  - YANG Wei / ZHANG Jiewen (CHN)  15-6  15-17 15-8
HE   LEE Hyun II (KOR)  - LIN Dan (CHN)  15-4  15-4
DE   ZHANG Ning (CHN) - MARTIN Camilla (DEN) 11-7 11-3
GD   KIM Dong Moon / RA Kyung Min (KOR) - ZHANG Jun / GAO Ling (CHN) 15-12  11-15  15-8
HD   LIMPELE Flandi / HIAN Eng (INA) - FU Haifeng / CAI Yun (CHN)   9-15  15-8  15-4


Halbfinale
HE BAO Chunlai (CHN) - LEE Hyun II (KOR)  10-15 5-15
HE LIN Dan (CHN) - KALDAU Niels Christian (DEN) 15-9  17-14

DE ZHANG Ning (CHN) - PI Hongyan (FRA)  11-3 11-7
DE MARTIN Camilla (DEN) - GONG Ruina (CHN)  11-5  11-7

HD LIMPELE Flandi / HIAN Eng (INA) - HA Tae Kwon / KIM Dong Moon (KOR) 15-8 15-10
HD LAMP Michael / BOE Mathias (DEN) - FU Haifeng / CAI Yun (CHN)  6-15  3-15

DD ZHANG Dan / ZHANG Yawen (CHN) - RA Kyung Min / LEE Kyung Won (KOR) 5-15  10-15
DD HWANG Yu Mi / LEE Hyo Jung (KOR) - YANG Wei / ZHANG Jiewen (CHN) 8-15  10-15

GD ZHANG Jun / GAO Ling (CHN) - PRAPAKAMOL Sudket / THUNGTHONGKAM Saralee (THA)  15-3  15-6
GD ERIKSEN Jens / SCHJOLDAGER Mette (DEN) - KIM Dong Moon / RA Kyung Min (KOR)  10-15 2-15


zu den kompletten Ergebnissen

Hauptfeld

Herreneinzel Dameneinzel Herrendoppel Damendoppel Mixed

Qualifikation

Herreneinzel Dameneinzel Herrendoppel Damendoppel Mixed

Fünf Snacks asiatischer Art schmecken den Europäern süß-sauer
German Open 2003 in der Rhein-Ruhr-Halle Duisburg
Duisburg - Asien beherrschte die diesjährigen 46. German Open nach Belieben. Dreimal Korea und je einmal China und Indonesien holten die Siege. Für die europäischen Nationen gab es, außer dem zweiten Platz für Camilla Martin im Dameneinzel und drei weiteren dänischen Halbfinalteilnahmen nichts zu holen. Aus den aktuellen Top-Ten der Weltranglisten fehlten diesmal nur einzelne Akteure, ansonsten war ein erstklassiges Feld am Start.

Die absolute Weltspitze war in diesem Jahr zu Gast in den Rhein-Ruhr-Hallen in Duisburg. Aus den aktuellen Weltranglisten fehlten in den fünf Disziplinen lediglich sechs (von fünfzig) Spieler oder Paarungen der Top Ten. In den vergangenen Jahren wurden regelmäßig die asiatischen Top-Spieler aus Korea, China, Indonesien oder Malaysia vermisst. Für sie war die Anreise für ein 2-Sterne-Turnier nach Deutschland nicht lohnend. 
Das war aber in diesem Jahr anders. Bedingt durch die Lungenkrankheit SARS, im asiatischen Raum Anfang diesen Jahres, setzten die asiatischen Nationen bei einigen Turnieren im Frühjahr aus. Dadurch fehlen ihnen jetzt wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation für Athen 2004. Bei den German Open konnten sie also einige Zähler gut machen. Der Qualifikationszeitraum begann am 1. Mai 2003 und läuft noch bis zum 30. April 2004.
Auch das Fernsehen ließ sich von dem Top-Feld beeindrucken. Der WDR, mit dem Badminton-Liebhaber Wilfried Luchtenberg, übertrug am Samstag knapp 80 Minuten live von den Halbfinals aus Duisburg.

Die Organisatoren Uwe Busch und Hans Hermann Drüen waren ebenfalls von der Spielkunst der Asiaten begeistert. "Im Grunde lief alles gut", so Uwe Busch (Geschäftsführer des Stadtsportbundes Duisburg). Aber sie schauten auch aus einem anderen Blickwinkel. "Die absolute Weltspitze hier zu haben, ist ein besonderer Reiz", sagt Busch und fügt weiter hinzu, "die Qualität ist die Beste. Die andere Seite der Medaille ist, dass es für die Besucher auch schön ist, Finals mit deutscher oder europäischer Beteiligung zu sehen." Aber gegen die starke asiatische Macht, hatten die Europäer diesmal wenig auszurichten. Busch empfand die Duelle Europa gegen Asien in den Halbfinals als besonders spannend, gerade auch für die Zuschauer. Ähnlich sieht es auch Hans Hermann Drüen und betont: "Das Turnier war besser besetzt als die Weltmeisterschaften in diesem Jahr. Trotzdem lief die Organisation erneut gut." 

Herreneinzel: Korea siegt über China
Insgesamt neun deutsche Spieler in der Hauptrunde des 64er Herreneinzelfeldes. 
In der Qualifikation scheiterten aber schon bekannte Namen. So z.B. der für Lüdinghausen spielende Oliver Pongratz, der gegen den Niederländer Rune Massing in drei Sätzen verlor, oder Jugendeuropameister Marc Zwiebler (1. BC Beuel). Überraschend hatte dagegen der Weselaner Stephan Löll den Sprung ins Hauptfeld geschafft. Alle Herreneinzel hatten in der ersten Runde große Schwierigkeiten. Teilweise waren diese durch starke hochklassige Gegner bedingt. So musste sich Ian Maywald (1. BC Beuel) dem Dänen Kasper Oedum klar geschlagen geben, ebenso Conrad Hückstädt (Berlin) dem an Nr. 6 gesetzten Anders Boesen (DEN) oder Maurice Niesner (SC U Lüdinghausen) dem Schweden Rasmus Wengberg. Jens Roch hingegen konnte den ersten Satz gegen den hochfavorisierten Bao Chunlai (CHN) recht offen gestalten. Im zweiten Satz musste er dann aber die Stärke des Chinesen anerkennen. Der Deutsche Meister Björn Joppien (FC Langenfeld), im letzten Jahr Finalist, hatte mit der Nr. 5 der Setzliste Wong Choong Hann (MAS) eine zu harte Nuss zugelost bekommen. Trotzdem zeigte Björn im ersten Satz beim 12:15 eine sehr gute Leistung. Die Niederlage konnte er aber auch im zweiten Satz nicht abwenden. Für den einzigen Erfolg der deutschen Herren in der ersten Runde sorgte in zwei Sätzen Roman Spitko (TuS Wiebelskirchen). Er schlug den Niederländer Eric Pang klar mit 15:9 / 15:11. Im folgenden Spiel hatte er es dann aber mit der Nr. 3 der Setzliste, LEE Hyun II (KOR) zu tun. Hier gelangen ihm nur zwei Punkte gegen den späteren German Open Sieger. Die Nr. 1 der Setzliste Chen Hong (CHN) hatte sich bei den Danish Open verletzt und musste kurzfristig absagen. Peter Rasmussen und Kenneth Jonassen (beide DEN) mussten aufgrund von Krankheiten absagen. Ach und dann war da noch der Weltmeister XIA Xuanze (CHN), der in der zweiten Runde gegen den Koreaner Park verlor. Der spätere Sieger LEE Hyun II (KOR) hatte kein leichtes Programm in Duisburg. Im Achtelfinale schaltete er Publikumsliebling Peter Gade (DEN) in drei Sätzen aus. Wobei der dritten Satz mit einem Nuller für Gade schon überraschte. Im Halbfinale stand ihm dann der Chinese BAO Chunlai gegenüber. Auch hier zeigte LEE Hyun II eine tadellose Leistung und zog als Erster ins Finale ein. Sein Gegner wurde im Match zwischen dem Vorjahressieger Niels-Christian Kaldau (DEN) und LIN Dan (CHN) ermittelt. Vor allem im zweiten Satz ging es äußerst spannend zu, letztlich siegte aber LIN Dan. Kaldau wurde somit für sein begeisterndes Spiel am Vortag im Viertelfinale gegen SHON Seung Mo (KOR) nicht belohnt. Kurz vor Mitternacht hatte der Däne in diesem Spiel das Publikum mehr als fasziniert. Das Finale war schließlich eine deutliche Angelegenheit für den Koreaner LEE Hyun II, der LIN Dan (CHN) von Beginn an keine Chance ließ. 

Dameneinzel
Camilla Martin gibt Kampfansage Richtung Athen 2004
Die hübsche Dänin Camilla Martin meldete sich wieder zurück in der absoluten Weltspitze. Dennoch gelang ihr nicht der große Coup gegen die Weltranglisten-Erste und aktuelle Weltmeisterin Ning Zhang im Finale. Dort blieb sie mit 11:7/11:3 chancenlos. Camilla merkte im zweiten Satz wohl, dass sie an diesem Tage nicht gewinnen konnte und so überließ sie den zweiten Satz ohne bemerkenswerte Gegenwehr der Weltmeisterin. Die Chinesin Zhang ließ sich (noch) nicht enttrohnen und blieb - wie im gesamten Turnierverlauf - auch im Endspiel ohne Satzverlust. Im Halbfinale schaltete sie Vorjahressiegerin Pi Hongyan souverän mit 11:3/11:7 aus. In Staunen versetzte die Chinesin die Zuschauer ein ums andere Mal mit einer zauberhaften Rückhand-Swip-Finte, die wohl ihres gleichen sucht. Am nächsten dran einen Satz gegen Zhang - die Weltmeisterin - zu gewinnen, war die 21-jährige Deutsche, Petra Overzier. Sie unterlag im Viertelfinale mit 2:11/9:11 und sorgte nicht nur für die beste deutsche Platzierung der German Open, sondern machte auch Mut für weitere gute Ergebnisse. Bundestrainer Detlef Poste beschrieb es so: "Petra hat gemerkt, dass die Gegnerin nicht auf einem anderen Planeten ist." Aber Camilla unterstrich ihre Ambitionen auf olympisches Gold im  nächsten Jahr und zeigte der asiatischen Konkurrenz ihre wieder gewonnene Klasse. Auf ihrem Weg ins Finale bezwang sie immerhin die Zweite der Weltrangliste Ruina Gong aus China. Das ist eine deutliche Kampfansage Richtung Athen. Das wäre ein krönender Abschluss, denn olympisches Gold will die 29-jährige Dänin unbedingt noch vor ihrem Karriereende im kommenden Jahr holen. 

Herrendoppel
Indonesier Limpele/Hian stellen ihre Klasse unter Beweis
Dass sie auch in gereifteren Alter noch immer Top-Leistungen bringen, stellten die beiden Indonesier Flandi Limpele und Eng Hian eindrucksvoll unter Beweis. Doch noch Anfang des Jahres lief es nicht so rund. Die Beiden wollten eigentlich für zwei Jahre zum Studium nach England auswandern, da sie für den indonesischen Kader so langsam ins "Alterssperrgebiet" vorgedrungen waren, und die letzten Leistungen nicht stimmten. Doch in England angekommen, fanden die indonesischen Weltranglisten-Vierten schnell zu alter Stärke zurück, so dass sie der indonesische Verband unbedingt zurück haben wollte. Das "Versöhnungsangebot" nahmen die Beiden sofort an, da sie bei den olympischen Spielen 2004 in Athen für ihr Heimatland dabei sein wollen, das wäre für England nicht möglich gewesen. In Duisburg drangen Limpele/Hian ohne Satzverlust bis ins Finale vor, und schalteten auf dem Weg dorthin im Viertelfinale die Weltranglisten-Ersten Eriksen/Lundgaard-Hansen aus Dänemark mit 15:4/17:14 recht locker aus. Ebenso glatt verlief das Halbfinale. Limpele/Hian siegten im prestigeträchtigen Duell gegen die favorisierten Koreaner Ha Tae Kwon und Kim Dong Moon - 15:8/15:10. Im Finale kam es dann zum Duell mit den jungen Chinesen Fu/Cai, in die China große Doppel-Hoffnungen setzt. Aktuell stehen sie auf dem 18. Weltranglistenplatz, haben aber auch nur 6 Turniere in ihrer Wertung. Doch auch die Chinesen konnten Limpele/Hian auf ihrem Siegeszug nicht stoppen. Immerhin nahmen sie den Indonesiern einen Satz ab. In drei Sätzen wurden sie aber dennoch niedergerungen. Nach dem verlorenen ersten Satz (9:15) konnten Limpele/Hian noch ein paar Prozent zulegen und die folgenden spielend mit 15:8 und 15:4 für sich entscheiden. Fu/Cai kamen im zweiten und dritten Satz nie mehr richtig zum Zuge. Die deutschen Doppel blieben einen Beweis ihrer Klasse schuldig. Sie schieden allesamt in der ersten Runde aus, hatten aber auch teils gesetzte Spieler auf der anderen Netzseite stehen.

Damendoppel
Nicole Grether & Juliane Schenk im Achtelfinale
Favoritenstürze und diverse Überraschungen gab es im Damendoppel. Drei von vier Paarungen im Damendoppel der Deutschen verabschiedeten sich in ihrem Erstrundenspiel. Nicol Pitro & Petra Overzier (VfB Friedrichshafen/1. BC Beuel) hatten sich über die Hauptrundenteilnahme gefreut. So zeigten sie sich trotz Niederlage in der ersten Runde gegen Wong & Chin (MAS) nicht unzufrieden. Sandra Marinello & Caren Hückstädt (SC U Lüdinghausen/Berlin) verloren ihr Spiel gegen die Indonesierinnen Marissa & Widiowati (INA) mit 7:15 / 10:15. Eine knappe Niederlage vor allem im zweiten Satz für die Langenfeld-Bottroper-Paarung Katrin Piotrowski & Carina Mette gegen die Russinnen Rusljakova & Ananina. Mit 5:15 / 15:17 verloren sie dieses Spiel. Absolut erfreulich dann das Auftreten von Nicole Grether & Juliane Schenk (Berlin/Lüdinghausen). Sie siegten gegen die philippinisch-thailändische Paarung Asuncion & Polsana in zwei Sätzen und zogen ins Achtelfinale ein. Dort waren die Chinesinnen YANG Wie & ZHANG Jiewen, die in diesem Jahr bereits die Swiss Open, Malaysia Open und die Singapore Open für sich entscheiden konnten, ihre Gegnerinnen. Im ersten Satz kamen Grether & Schenk gegen die Nr. 2 der Setzliste überhaupt nicht ins Spiel. So verloren sie mit 15:2 äußerst schnell. Bis zum 11:11 hielten sie ihre Chancen offen ins Viertelfinale einzuziehen und für eine weitere Sensation zu sorgen. Daraus wurde dann leider nichts. Die letzten vier Punkte gingen an China. YANG & ZHANG zogen später ins Finale ein. Die Finalisten der Weltmeisterschaften 2003 WIE Yili & ZHAO Tingting (CHN) unterlagen im Viertelfinale gegen ihre Landsleute ZHANG Dan & ZHANG Yawen (CHN) in drei Sätzen. Noch härter erwischte es die WM-Dritten Rikke Olsen & Ann-Lou Jörgensen (DEN). Sie unterlagen bereits in der ersten Runde gegen die Koreanerinnen HWANG Yu Mi & LEE Hyo Jung. Im Halbfinale unterlagen HWANG & LEE aber gegen die Chinesinnen Yang & Zhang deutlich. Im anderen Halbfinale kam es zum Spiel zwischen Zhang & Zhang (CHN) und RA Kyung Min & LEE Kyung Won (KOR). Diese Spiele sicherten sich die Koreanerinnen. Im anschließenden Finale standen ihnen Yang & Zhang (CHN) gegenüber. Ra & Lee, Nr. 4 der Weltrangliste, fanden im entscheidenden dritten Satz wieder ins Spiel zurück und ließen nichts mehr anbrennen. Mit 15:6 / 15:17 / 15:8 gewannen Ra & Lee (KOR) ihr drittes Finale in diesem Jahr nach Dutch und Korea Open.

Mixed
Neuauflage des WM-Finals von Birmingham
Mit Thomas Tesche & Carina Mette (BC Bischmisheim/Bottroper BG), Roman Spitko & Katrin Piotrowski (TuS Wiebelskirchen/FC Langenfeld) und Björn Siegemund & Nicol Pitro (VfB Friedrichshafen) standen drei deutsche Paarungen in der 32er-Hauptrunde. Allesamt mussten sie sich aber in der ersten Runde geschlagen geben. So verloren Spitko & Piotrowski in zwei Sätzen gegen Tsai & Cheng (TPE) und Tesche & Mette ebenso deutlich gegen Nugroho & Widiowati aus Indonesien. Die englische Toppaarung Nathan Robertson & Gail Emms waren die Erstrundengegner von Björn Siegemund & Nicol Pitro. Vor allem im ersten Satz spielten die Deutschen recht gut. Letztlich mussten sie aber den Engländern den Vortritt lassen. Für Robertson & Emms war dann im Viertelfinale Endstation. Die ungesetzten Thailänder Prapakamol & Thungthongkam sorgten für die Überraschung als sie bis ins Halbfinale vordrangen. Dabei gewannen sie unteranderen gegen Michael Lamp & Ann-Lou Jörgensen (DEN) in der ersten Runde und die an Nr. 4 gesetzten Kim & Lee (KOR) im Viertelfinale. Mit zwei klaren Zwei-Satz-Erfolgen in ihren Halbfinalspielen gelang es dann sowohl den an eins gesetzten ZHANG Jun & GAO Ling (CHN), als auch KIM Dong Moon & Ra Kyung Min (KOR) eine Neuauflage des Finals der diesjährigen Weltmeisterschaften im August in Birmingham (ENG) aufzubieten. Die Zuschauer waren begeistert. Beide Paarungen waren bzw. sind schon Weltmeister im Mixed und beide Paarungen dominieren diese Disziplin in den letzten Jahren. Kim & Ra gewannen den ersten Satz, ihre Gegenüber Satz Zwei. Zur Freude der Zuschauer musste der dritte Satz die Entscheidung bringen. Hier ließen sich die Weltmeister KIM Dong Moon & RA Kyung Min auch den Sieg in Duisburg nicht mehr streitig machen. Mit 15:8 gewannen sie dieses Finale. Damit trug sich RA Kyung Min gleich zweimal bei den diesjährigen German Open in die Siegerliste ein. Neben KIM & RA gelang auch einer zweiten Weltmeisterin von Birmingham der Sieg in Duisburg in diesem Jahr. Im Dameneinzel war das Zhang Ning.

Norbert Atorf und Fabian Dietrich


Imposante Zahlen zu den German Open 2003
Es waren die 46. Internationalen Deutschen Badminton Meisterschaften mit 50.000 $ Preisgeld in allen 5 Disziplinen. Es gab 308 Meldungen aus 35 Nationen - Deutschland stellte mit 45 Startern die meisten, gefolgt von Dänemark mit 35.

150 ehrenamtliche Helfer des TB Rheinhausen und DSC Kaiserberg waren im Einsatz. Knapp 20 davon im Flachsmarkt, der Cafeteria für Spieler, Presse und Helfer. 460 Schnitzel wurden dort verputzt, außerdem 210 Hähnchenkeulen. Elfriede Drüen, Organisatorin der Cafeteria, schätzt täglich rund 300 Gäste in ihrem Flachsmarkt.

Die Firma Yonex bespannte 240 Schläger für die Spieler, dabei wurden mindestens 2.200 Meter (=2,2 Kilometer) Saiten verbraucht.

An den 6 Turniertagen waren 27 Schiedrichter und 40 Linienrichter im Einsatz. 

6.000 Zuschauer fanden den Weg in die Rhein-Ruhr-Hallen, davon 2.000 am Feiertag (3.10.), dem bestbesuchtesten Tag.

Das Herreneinzel wurde in einem 64er-Feld gespielt, die übrigen Disziplinen mit einem 32er-Feld. 

4 Computer standen für Spieler, Helfer und Besucher im Internet-Cafe des Landesverbandes zur Verfügung.

Fabian Dietrich


„Turniersplitter“:

Referee-Novum
Die Französin Isabell Jobard ist dem Duisburger Turnier schon seit Jahren verbunden. Als Referee war sie schon dreimal bei den German Open im Einsatz. Laut IBF darf ein Referee nur dreimal für ein Turnier verantwortlich sein. Aufgrund der Erkrankung des Engländers Ernest Robinson erhielt Isabell Jobard in diesem Jahr sogar den vierten Einsatz in Reihenfolge und damit etwas Besonderes.

Fastfoodkette half mit Eis aus
Im Organisationbüro war man mächtig angetan von der prompten Hilfsbereitschaft der Firma Burger King, die kurzfristig und schnell aushalf als das Eis zum Kühlen der verletzten Spieler ausgegangen war.

NOK-Generalsekretär Heiner Henze besuchte German Open
Zu einem kleinen Arbeitsgespräch mit DBV-Vizepräsident Dietrich Heppner und um ein paar Spiele zu beobachten kam NOK-Generalsekretär Heiner Henze in die Duisburger Rhein-Huhr-Halle. Heiner Henze wollte sich über die Situation im Leistungsbereich im deutschen Badminton informieren und bestätigte, dass die Olympiaqualifikationskriterien für Badminton unverändert bleiben. Von den Spielen im Dameneinzel von Petra Overzier und Juliane Schenk zeigte er sich beeindruckt.

DBV-Gremien nutzten German Open
Wie auch schon in den vergangenen Jahren sind die German Open auch immer wieder ein Anlass der verschiedenen Gremien des DBV zu tagen. Die German Open sind dabei ein zentraler Treffpunkt. Manch ein Sitzungsteilnehmer sah recht wenig von den interessanten Spielen in Duisburg. So trafen sich die Breitensportreferenten der Landesverbände, die Sportwarte, sowie die Präsidenten der LV’s, die Bundesliga hielt ihre Vollversammlung ab und der Förderverein des Badminton-Landesverbandes traf wichtige Entscheidungen über seine Finanzen.

Live-Ticker
Erstmals kam ein Live-Ticker bei den German Open zum Einsatz. In Zusammenarbeit mit der Firma MILON und dem Netzroller konnten Internetfreaks weltweit die Spiele live anhand eines Tickers verfolgen.

Der DBV und BLV-NRW nahmen die German-Open zum Anlass, um eine Ehrung der Mannschaftseuropameister U19 2003 und die Weltmeister im Behinderten-Badminton vor breitem Publikum zu ehren. Der Förderverein des Badminton-Landesverbandes überreichte den Vereinen der Athleten einen Scheck für die Jugendarbeit.

Norbert Atorf, Ulrike Thomas


Die German Open 2003 – aus der Sicht der Linienrichter
Duisburg zum fünftenmal. Auch für die Linienrichter also ein vertrauter Austragungsort. Waren in den ersten Jahren viele neue Gesichter gekommen und gegangen, so hatte sich in den beiden letzten Jahren ein Stamm an Linienrichtern gebildet, die aufeinander eingespielt sind – und die immer wieder gerne mitarbeiten. Nicht zuletzt gehören hierzu auch unsere ausländischen Kollegen und Kolleginnen aus England, Dänemark und den Niederlanden.
So waren wiederum 38 von Ihnen gekommen, um dieses, in diesem Jahr wirklich erlesene, Teilnehmerfeld live mitzuerleben. Durch ihre bisherige Erfahrung – und, durch den Umstand, dass sie sich untereinander nahezu alle kannten - verlief das Turnier von Beginn an aus der Sicht der Linienrichter reibungslos. Die Zusammenarbeit mit den Schiedsrichtern und den Referees und ihrem Deputy klappte vorzüglich und wurde von dieser Seite ausdrücklich hervorgehoben. Wir sahen spannende Spiele und hervorragende Leistungen, die für die hohe Konzentration und die langen Tage in der Halle, mehr als entschädigten. Und diejenigen, die auch vor Ort übernachteten, genossen die abendlichen "technical meetings" und die anregenden Gespräche unter Freunden.
Nicht zuletzt soll aber auch an dieser Stelle die hervorragende Betreuung, Unterkunft und Verpflegung durch den Ausrichter genannt werden. Wir bedanken uns hierfür insbesondere bei Hans-Hermann Drüen und seinem Team. Und sollten die nächsten German Open wieder in Duisburg stattfinden, so ist sicher: Wir kommen wieder!

Günter Wagner
Linienrichterorganisation


zum Vorbericht BR 9
zur Ausschreibung


 Fotoeindrücke von den German Open in Duisburg
 Fotos: Bernd Wessels (zum Vergrößern Bild anklicken)

 Blick auf ein Viertelfinal-Herrendoppel

Blick auf ein Viertelfinal-Dameneinzel

Turnierleitung und Hallensprecher
v.l. Sonja Rottstegge, Christine Skropke, 
Wilfried Luchtenberg, Stephan Kuhl, 
oben Schiedsrichter Carsten Koch

Am Turnierleitungstisch: 
Christine Skropke, Stephan Kuhl, 
Dirk Kellermann

Chef-Organitoren Uwe Busch und
Hans-Hermann Drüen am Info-Stand

Ehepaar Knupp im Pressebüro
bei der Pflege von badminton.de

gut besetzte Zuschauerränge 
am Freitag

Das Internetcafe des BLV NRW:
Treffpunkt vieler Spieler und Funktionäre
zur Kontaktaufnahme mit der Heimat.

Die Linienrichter

rechts Referee Dirk Kellermann

Oliver Winter bei den Eingaben
zum milon-Live-Ticker

milon-Live-Ticker, diesmal mit 
Jens Wildhagen (milon.de),
Top-Trainerin Nicole Baldewein,
Meike Masurat (Badminton-Sport)

Petra Overzier vor dem 
Einmarsch zum Viertelfinale

Petra Overzier nach der 
Viertelfinal-Niederlage

Petra Overzier (vorne) im 
Spiel gegen ZHANG Ning (CHN)

Petra Overzier im WDR-Interview. 
Einige Halbfinale wurden live 
vom WDR übertragen.

Camilla Martin. 
Europäisches Highlight
inmitten asiatischer Dominanz.

 Niels Christian KALDAU (DEN)
Titelverteidiger scheitert 
knapp im Halbfinale

PI Hongyan (FRA) nach 
ihrem 6:11  13:10  13:12
gegen Xie Xingfang (CHN)

Autogrammjäger warten 
diszipliniert auf die gut 
gelaunte Pi Hongyan
German Open war im Fernsehen
Der WDR sendete im:  "SPORT im WESTEN" am 
Samstag, den 04. Oktober von 15.00 bis 16.30 Uhr live
von den diesmal weltmeisterlich besetzten GERMAN OPEN aus Duisburg


WM-Besetzung bei diesjähriger YONEX German Open in Duisburg 
Ob es je zu einer Weltmeisterschaft in Deutschland kommen wird, ist wegen der Schwierigkeit der Finanzierung fraglich. Nun aber haben die deutschen Badmintonfans urplötzlich die Gelegenheit, so etwas wie eine Weltmeisterschaft zu erleben: 
Von den ersten 20 Herren der Weltrangliste sind 18 für die German Open vom 30. September bis 5. Oktober gemeldet. 
Bei den Damen werden von den ersten zehn der Damenweltrangliste acht in Duisburg erwartet. Unter ihnen  Europas Superstar, die Dänin Camilla Martin. 

Im Herrendoppel sind  Kim Moon-Soo & Ha Tae-Kwon am Start, das vermutlich zur Zeit beste Doppel der Welt. Das Feld ist so stark besetzt, dass die besten Indonesier mit ihen neuen Partnern in die Qualifikation gesteckt wurden. Kim ist mit Partnerin Ra auch im Mixed dabei.  Acht der ersten neun Paare in der Weltrangliste werden um den Sieg streiten. Im Damendoppel sind acht der ersten elf Paare gemeldet. Einzelheiten auf der Turnierwebsite www.yonex-german-open.de/  oder auch auf www.badminton.de 
Martin Knupp


Weltelite gibt sich ihr Stelldichein!
Bei den diesjährigen Deutschen Badminton Meisterschaften geht ein hervorragendes Teilnehmerfeld an den Start! In sämtlichen Disziplinen werden die in Birmingham frisch gekürten Weltmeister antreten. Kaum einer der Bestplatzierten in der Weltrangliste lässt sich dieses Turnier entgehen, schließlich werden in Duisburg wertvolle Punkte für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen verteilt. Neben etlichen asiatischen Spitzenspielern treten in diesem Jahr mit den Dänen Peter Gade und Camilla Martin die Ikonen des europäischen Badmintons an.
Dieses nie da gewesene Teilnehmerfeld garantiert Badminton-Sport auf höchstem Niveau.

Weitere Infos zu den deutschen Spielern 
und Berichte zur German Open 2003
bei Martin Knupp unter badminton.de

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