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| 50. Verbandstag des Landesverbandes
NRW mit steigender Besuchertendenz
Nach dem absoluten Besuchertief des letzten Jahres konnte der Verband mit den 126 vertretenen Vereinen in diesem Jahr deutlich mehr Besucher verbuchen. Einen Schönheitsfehler hatte die Sache dennoch, da nach einer Initiative des 1. BC Recklinghausen 13 Vereine ihre Stimmen an den 1. BC Recklinghausen abgetreten hatten und sich damit die Anreise und die Ordnungsgebühr erspart haben. Der Präsident Karl-Heinz Kerst erwähnte in seiner Eröffnungsrede, dass ein Mitwirken am Verbandsgeschehen wichtig ist, dabei bedankte er sich insbesondere bei den Vereinen TG Mülheim und BC Recklinghausen, die eine Reihe von Anträgen eingereicht hatten. Er betonte aber, dass ein sammeln von Stimmen im Vorfeld, bei Abstimmungen kein eigentliches Meinungsbild wiedergibt. Erfreulicher war die Verleihung der Goldnadel an den seit 27 Jahren im Ehrenamt tätigen Rolf Mohrmann (Beisitzer Verbandsgericht). Herzlichen Glückwunsch! Wie in jedem Jahr erhielten die Vereine, die auf eine 25-jährige Mitgliedschaft im BLV-NRW zurückblicken können, einen Ehrenteller verliehen. Leider waren nur wenige Vereinsvertreter zur Entgegennahme anwesend. Ein Dringlichkeitsantrag des 1. BC Bottrop wurde zugelassen und unter dem Tagesordnungspunkt sechs abgehandelt. Zu den Rechenschaftsberichten der Vorstandsmitglieder und Amtsträger gab es kaum Resonanz. Sollte das die Ruhe vor dem Sturm sein? Denn jetzt ging es ans Eingemachte, den zum Teil sehr schwierigen Anträgen. Zum Beispiel hatte der TV 1875 Paderborn beantragt, eine mindest Hallentemperatur von 15 Grad Celsius festzulegen. Selbst das wäre mir persönlich viel zu kalt. Aber in der Diskussion stellte sich heraus, dass die Vereine auf die Anweisungen der Hallenwarte seitens der Stadt, keinen Einfluss haben. Auch eine Überprüfung könnte schwer werden. Vielmehr sollten sich vor Beginn des Spiels die Vereine einigen, ob es zumutbar ist zu spielen oder nicht und das in ihrem Spielbericht vermerken. Man muss eben miteinander reden, dass hilft über viele Schwierigkeiten hinweg. Auch das Thema des letzten
Jahres: „die neue Zählweise“, beschäftigte den Verbandstag, da
der 1. BC Recklinghausen beantragt hatte, auf keinen Fall die Zählweise
„Best of five to seven“ im BLV-NRW einzuführen. Sie erinnern sich,
im letzten Jahr wurde der Vorstand angegriffen, weil er diese Zählweise
nicht zugelassen hatte. Aber auch dieses Mal begründete Herr Kerst
den Vorschlag, den Antrag abzulehnen damit, dass wir uns satzungsgemäß
verhalten müssen. Eine abweichende Regelung zwischen den Spielregeln
der IBF und damit des DBV und des Landesverbandes NRW, darf es nicht geben.
Das heißt, der offizielle Spielbetrieb muss nach einheitlichen Spielregeln
und Zählweisen durchgeführt werden.
Diskussionen gab es auch beim Antrag Nr. 5 (§ 39 SpO, keine automatische Änderung der Rangliste, wenn ein Spieler bis zum Abgabetermin der Rückrundenrangliste in der Hinrunde nicht eingesetzt wurde). Mit einem knappen Abstimmungsergebnis wurde der Antrag abgewiesen. Da der Vorstand die Problematik der Vereine erkannt hat, will der Spielausschuss im nächsten Jahr einen Entwurf vorlegen, dass ab der Bezirksliga abwärts auch nur mit einer festen Dame gespielt werden kann. Die Prüfung der Ranglisten
war in dieser Saison auch ein Dauerthema.
Heikel war auch die Diskussion
über den Antrag Nr. 12, der die Abschaffung der Ordnungsgebühren
bei fristgerechter Absage eines Spiels beinhaltete. War da doch zu Anfang
falsch rübergekommen, dass der Verband die Ordnungsgebühren haushaltsmäßig
schon eingeplant habe.
Dem Dringlichkeitsantrag wurde nach einer Änderung zugestimmt, damit sind Streitfälle zügig (innerhalb sechs Wochen) von den Rechtsorganen zu bearbeiten. Zu den Ranglistenänderungsvorschlägen der TG Mülheim wird der Spielausschuss sich mit der TG Mülheim zusammensetzen, um in Ruhe eine Überarbeitung vorzunehmen. Nicht gewillt sind die Delegierten für den Bezug der Badminton-Rundschau mehr Geld auszugeben, um mehr Informationen zu bekommen. Hier kann ich natürlich jetzt in eigener Sache sprechen. Ich habe dafür volles Verständnis, dass die Vereine teilweise am Existenzminimum stehen und keinen Euro übrig haben. An Einsparungen von Ordnungsgebühren ist auch nicht zu denken. Auch das Argument, über das Internet bestens informiert zu sein, zählt. Aber auch der Verband kann es nicht verantworten, den Etat für die BR zu erhöhen. Wenn man vergleicht, dass die DBV-Zeitung, Badminton Sport, Euro 3,- pro Ausgabe kostet und die Badminton-Rundschau Euro 1,25, können unsere Vereine sich nicht über das Preis-Leistungsverhältnis beschweren. Unter den sonstigen Anträgen ist der Vorstand gebeten worden, die Einführung von Spielgemeinschaften zu prüfen. Mit großer Mehrheit beauftragten die Delegierten den Vorstand zum nächsten Verbandstag Lösungsmöglichkeiten vorzulegen. Von den Wahlen gibt es wirklich
nichts spannendes zu berichten. Auch die Delegierten waren froh, dass alle
zur Wiederwahl bereit waren.
Beim Tagesordnungspunkt Verschiedenes, war allerdings bereits Aufbruchstimmung (obwohl die Fußballergebnisse zwischendurch bekannt gegeben wurden!). Leider wird der Termin des Verbandstages (wegen der Räumlichkeiten) schon ein Jahr vorher festgelegt, da sind uns die Fußballbundesligatermine noch nicht bekannt. Sorry, liebe Delegierten! Zum Abschluss kann ich aber sagen, dass nach meiner Meinung der ein oder andere Verein an einer Mitwirkung des Verbandsgeschehens interessiert ist und das ist zu begrüßen! Die kompletten Beschlüsse des Verbandstages und die Ergebnisse der Wahlen finden Sie unter amtliche Nachrichten in dieser Ausgabe! Ulrike Thomas |